Steigende Kosten, aber kein eigener Schutzplatz für Thurg...

Der Kanton Thurgau ist der grösste Kanton der Schweiz ohne eigenes Frauenhaus und das hat seinen Preis.

Der Kanton Thurgau ist der grösste Kanton der Schweiz ohne eigenes Frauenhaus und das hat seinen Preis. Weil gewaltbetroffene Frauen in Nachbarkantonen untergebracht werden müssen, steigen die Kosten Jahr für Jahr. Die Zahlen sind deutlich: Von rund 268'000 Franken im Jahr 2023 sind die Ausgaben auf über 450'000 Franken im Jahr 2025 gestiegen. Das bestätigt die Staatskanzlei Thurgau auf Anfrage. Für das Feministische Streikkollektiv Thurgau ist das ein klarer Beweis für einen Notstand. Besonders unter Druck steht das Frauenhaus Winterthur: Thurgauerinnen verbrachten dort im Jahr 2024 fast doppelt so viel Zeit wie noch im Vorjahr. Auf nationaler Ebene will der Nationalrat mit der Revision des Opferhilfegesetzes die Kantone zu ausreichend Schutzplätzen verpflichten doch dafür braucht es auch den Ständerat.