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2G-Regel laut BAG nicht ausgeschlossen

Am Dienstag hat das Bundesamt für Gesundheit wieder über die aktuelle Corona-Lage informiert. Ein Zertifikat nur für Geimpfte oder Genesene (2G-Regel) sei in der Schweiz derzeit kein Thema, jedoch für die Zukunft nicht ausgeschlossen.

09.11.2021 / 14:38 / von: mle/sda
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Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG, spricht an einem Point de Presse zur Covid-19-Situation. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle, BAG, spricht an einem Point de Presse zur Covid-19-Situation. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

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Ein Zertifikat nur für Geimpfte oder Genesene (2G-Regel) sei in der Schweiz derzeit kein Thema. Dies sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien in Bern. «Die Zahlen sind nicht so schlecht, dass eine 2G-Regel in der Schweiz derzeit gerechtfertigt ist», sagte Masserey.

Auch der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, ist dieser Meinung. «Jetzt ist es richtig, dass wir bei 3G sind. Die Zahlen sind noch nicht so schlecht. Das bedeutet auch, dass die Tests noch eine gewisse Wirkung haben. Aber man muss das beobachten», sagte er.

Für die Zukunft sei eine 2G-Regel nicht ganz auszuschliessen.

81 Prozent der Erwachsenen sind laut Bund immun gegen das Virus

Seit Mitte Oktober nimmt die Anzahl der Fälle zu, und sie verdoppelt sich alle zwei Wochen. 74 Prozent der Erwachsenen sind laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) geimpft, 6 Prozent ohne Impfung immun.

«Insbesondere in der Zentralschweiz und der Ostschweiz ist die Zahl der Ansteckungen hoch», sagte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern.

Die Entwicklung sei - auch mit Blick ins Ausland - schwierig vorherzusehen. «Eine hohe Impfquote reicht nicht, um die Fallzahlen zu senken», sagte sie weiter. Zertifikat, Masken und andere Massnahmen seien weiterhin notwendig. «Die Zahl der Spitaleintritte nimmt auch zu, allerdings nicht so schnell wie die Ansteckungen», sagte sie weiter.

Die meisten Ansteckungen gibt es bei jungen Erwachsenen, die meisten Hospitalisierungen bei älteren Personen. «Das Problem der Pandemie ist, dass das Virus sehr schnell und rasch zirkuliert.» Ansteckend könnten auch Personen sein, die keine Symptome aufweisen.

Impfdurchbrüche bei Hospitalisationen interessant

Auf die Frage, ob es nicht Sinn mache, alle Impfdurchbrüche zu erfassen, sagte Virginie Masserey, diese seien vor allem bei den Hospitalisationen interessant und am einfachsten machbar.

Man habe die Lage nicht gut überblicken können, was alle Impfdurchbrüche betreffe, deshalb habe man die Meldepflicht aufgehoben. Es habe Leute gegeben, die nicht zum Arzt gegangen seien, dazu sei es schwierig gewesen, Meldungen zu bekommen.

Letztendlich seien die Impfdurchbrüche bei den Hospitalisationen interessant und dort seien die Inzidenzen bei den Geimpften und Ungeimpften am einfachsten zu erfassen.

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