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Ärzte kritisieren Impf-Strategie für Hausarztpraxen

Der Berufsverband der Hausärzte kritisiert die vereinbarte Abgeltung für die Corona-Impfungen in Hausarztpraxen. Die Kosten der Hausärzte würden mit dem Preis für die Impfung nicht gedeckt, so die Kritik.

24.02.2021 / 11:30 / von: vsa/sda
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Die Impfung in Praxen ist laut den Hausärzten sehr aufwendig. Risikopatienten müssten priorisiert und aufgeboten werden und in den Praxen müssten die Räume zur Verfügung stehen. (Bild: pixabay.com/KitzD66)

Die Impfung in Praxen ist laut den Hausärzten sehr aufwendig. Risikopatienten müssten priorisiert und aufgeboten werden und in den Praxen müssten die Räume zur Verfügung stehen. (Bild: pixabay.com/KitzD66)

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Der Berufsverband der Hausärzte ist unzufrieden mit der vereinbarten Abgeltung für die Covid-19-Impfung in den Hausarztpraxen. Diese sei mit 24.50 Franken pro Impfung nicht annähernd kostendeckend, kritisiert die Vereinigung Haus und Kinderärzte Schweiz (mfe).

Die Abgeltung von 24.50 Franken sei am Mittwoch von den fünf Vertragspartnern Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK), Gemeinsame Einrichtung KVG, Tarifsuisse, CSS und Einkaufsgemeinschaft HSK beschlossen worden, teilte die mfe mit. Die mfe sei angehört worden und habe gemeinsam mit der FMH transparente und detaillierte Kostenberechnungen sowie stichhaltige Argumente vorgelegt.

Zustande gekommen sei nun aber ein Tarif, der die Kosten der Impfung in der Hausarztpraxis nicht decke. Dieses Vorgehen sei "äusserst stossend". Denn die Impfung sei sehr aufwendig. Risikopatienten müssten priorisiert und aufgeboten werden, in den Praxen müssten die Räume zur Verfügung stehen.

Die Organisation sei komplex, da der Impfstoff in kurzer Zeit verimpft werden müsse und die geimpften Personen nach der Impfung noch bis zu 30 Minuten überwacht werden müssten. Da brauche es «eine faire Abgeltung».

«Grundleistungen abgegolten»

Die GDK und der Krankenkassenverband Santésuisse hielten am Mittwoch in identischen Mitteilungen fest, wenn in den Arztpraxen eine separate Beratung erfolge durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt bei Personen mit besonderen Risiken, könne der entstandene zusätzliche Beratungsaufwand separat gemäss der Tarifstruktur Tarmed abgerechnet werden. Dieser werde von der Grundversicherung übernommen und unterstehe der Kostenbeteiligung von Franchise und Selbstbehalt

Mit der Impfpauschale seien alle Grundleistungen im Zusammenhang mit der Impfung abgegolten, schrieben GDK und Santésuisse weiter. Das umfasse die Information zur Impfung, die Überprüfung des Impfstatus, Impfanamnese und Kontraindikationen, die Einholung des Einverständnisses, die Verabreichung der Impfung, die Ausstellung der Impfbescheinigung und die Dokumentation.

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