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Bei der Corona-Impfung zeichnet sich eine Radikalisierung ab

Unbekannte griffen am Sonntagmorgen das Restaurant des Gastro-Thurgau-Präsidenten an. Die Täter sind mutmasslich radikale Impfgegner. Solche Attacken kann es laut Experten erneut geben. Dennoch dürfte sich die Problematik mit der Zeit von selbst lösen.

13.09.2021 / 12:05 / von: lny
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Unter Impfgegnern gibt es auch immer radikalere Exponenten (Symbolbild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Unter Impfgegnern gibt es auch immer radikalere Exponenten (Symbolbild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

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Blutverschmierter Eingang, aufgehängte Schweinefüsse und aufgemalte Hakenkreuze. Das Restaurant von Ruedi Bartel, Präsident von Gastro Thurgau, wurde am Sonntagmorgen verwüstet. Dahinter stecken mutmasslich radikale Impfgegner. Diese greifen vermehrt zu extremer Rhetorik. Vergleiche mit dem Widerstand in der Nazi-Zeit werden gezogen. Diese radikalen Impfgegner befinden sich laut Extremismus-Experte Samuel Althof in einer Wahrnehmungsbubble. «Sie sehen nicht mehr, wie die Realität medizinisch und auch sozialpolitisch in der Schweiz aussieht.» Und sie steigern sich in das hinein und werden immer extremer. Eine grosse Rolle spielen dabei auch die «pseudomedialen Kanäle», wie Samuel Althof sagt. Sie verstärken diese Wahrnehmungsbubble.

Wie nachhaltig der Graben zwischen Impfgegnern und -befürwortern ist, im Beitrag von RADIO TOP:

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Diese Personen gelangen immer mehr in eine Sinnkrise. Sie sehen, dass sie mit ihren Anliegen nicht durchkommen. Das Problem könnte sich aber von selbst lösen, glaubt Samuel Althof. «Ich denke – wenn man weit in die Zukunft denkt – dass sich das Problem impfen oder nicht wahrscheinlich selbst erledigen wird.» Dann nämlich, wenn die Mehrheit der Menschen geimpft ist. Der Extremismus-Experte sieht aber auch Schwierigkeiten bis dahin – die in erneuten Attacken wie jene auf Ruedi Bartels Restaurant enden können.

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