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Bund unterzeichnet Vertrag für Corona-Medikamente von Roche

Der Bund hat mit dem Pharmahersteller Roche einen Vertrag für die Beschaffung von Medikamenten gegen das neue Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um sogenannte monoklonale Antikörper-Kombinationstherapien. Die ersten Lieferungen werden Mitte Mai 2021 erwartet.

20.04.2021 / 11:37 / von: mle/sda
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Der Pharmahersteller Roche beliefert die Schweiz mit Antikörper-Cocktails gegen das Coronavirus. (Archivbild: KEYSTONE/EPA/STEFFEN SCHMIDT)

Der Pharmahersteller Roche beliefert die Schweiz mit Antikörper-Cocktails gegen das Coronavirus. (Archivbild: KEYSTONE/EPA/STEFFEN SCHMIDT)

Es handelt sich um 3'000 Dosen des Antikörper-Cocktails, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Zur Vertragssumme wurden keine Angaben gemacht.

Bei den Medikamenten handelt es sich um eine Mischung der Antikörper Casirivimab und Imdevimab. Diese wurden vom US-Biotechnologieunternehmen Regeneron Pharmaceuticals in Partnerschaft mit Roche entwickelt wurden. Sie sollen eine Resistenz gegen das Coronavirus erzeugen.

Diese einmalig intravenös im frühen Krankheitsstadium verabreichten Medikamente verhindern das Eindringen des Virus in die Zelle und senken laut ersten Studien das Erkrankungsrisiko deutlich. Vorbild und Grundlage sind Antikörper, die aus dem Plasma eines Menschen gewonnen werden, die Covid-19 überstanden haben.

Medikamente mit monoklonalen Antikörpern gibt es bereits seit den 1990er-Jahren. Sie wurden bisher meist gegen Krebserkrankungen oder Autoimmunkrankheiten eingesetzt.

In der Schweiz empfahl die Swiss National Covid-19-Taskforce des Bundes den Einsatz solcher Medikamente. Die Arzneimittel haben noch keine Zulassung. Sie dürfen daher nur ausnahmsweise verschrieben werden.

Der Bund übernimmt die Kosten der Behandlungen bis sie von der obligatorischen Krankenversicherung vergütet werden. Die ersten Behandlungen sollen ab Mitte Mai für bestimmte Risikopatientinnen und -patienten verfügbar sein, wie der Bund mitteilte.