Pull down to refresh...
zurück

Corona-Massentests an Schulen nach Ferien könnten sich verzögern

Corona-Massentests an den Schulen nach den Sommerferien und bei Firmen könnten sich verzögern, da Material dazu fehlt. Anfang Juli waren Testkits wegen teils erhöhter Keimbelastung ausgetauscht worden. Nun kommt es zu Verzögerungen bei neuen Lieferungen.

31.07.2021 / 12:50 / von: sda/jmi
Seite drucken Kommentare
0
PCR-Speicheltest an einer Schule. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

PCR-Speicheltest an einer Schule. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Über die Lieferprobleme der Firma Disposan in Schlieren ZH berichtete am Samstag «blick.ch». Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sprach in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einem ungünstigen Zeitpunkt. Das BAG stehe mit den Unternehmen und den Kantonen in engem Kontakt und werde über die Fortschritte bei der Lösung des Problems laufend informiert, hiess es.

«Wir sind im Verzug», sagte Disposan-Geschäftsführer Patrick Huber auf Anfrage. Der Grund dafür sei, dass die Koordination zwischen den diversen Schnittstellen und die Entwicklung eines Ersatzproduktes mehr Zeit bräuchten. Der Ersatz der Testkits habe nicht wie geplant funktioniert. Es sei jedoch vorgesehen, dass ab dem 16. August wieder Testkits verfügbar sein würden, so Huber.

Da es sich bei den Testkits um sogenannte Medizinprodukte und nicht um Heilmittel handelt, braucht es für sie kein grünes Licht von der Heilmittelbehörde, wie Swissmedic-Mediensprecher Alex Josty auf Anfrage sagte. Zuvor hatten Medien am Samstag berichtet, Disposan habe den Kantonen in den vergangenen Tagen zehntausende Ersatzkits geschickt. Diese müssten aber wegen einer ausstehenden Swissmedic-Prüfung nun wieder zurückgeschickt werden.

700'000 verteilte Testkits

Mehrere Kantone mussten anfangs Juli wegen potentieller Mängel hunderttausende PCR-Speicheltests austauschen. Bei internen Qualitätskontrollen hatte die Lieferfirma Disposan bei «gewissen Testkits» eine erhöhte Keimbelastung festgestellt.

Die betroffenen Testkits werden vorwiegend für PCR-Speicheltests bei repetitiven Testungen in einer Vielzahl von Kantonen verwendet. Die Grössenordnung lag bei etwa 700’000 verteilten Testkits. Das Unternehmen gab deshalb weitere analytische Abklärungen bei einem unabhängigen Labor für Lebensmittel-und Pharmaanalytik in Auftrag.

Disposan wies die Kunden damals an, die betroffenen Testkits sicherheitshalber auszuwechseln und vorhandene, ungebrauchte Kits nicht weiter zu verwenden. Von Disposan seien bisher bis zu zwölf Kantone beliefert worden, hiess es bei Disposan.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare