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Das bewegt die Sonntagszeitungen

Der Runde Tisch des Wirtschaftsministers Guy Parmelin mit den Sozialpartnern, die Rolle der Rega zur Unterstützung der Spitäler in der Corona-Pandemie und ein neuer Schweizer Arbeitnehmer-Dachverband: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

18.10.2020 / 07:38 / von: sbr/sda
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(Bild: RADIO TOP/Stephanie Brändle)

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Themen rund um das Coronavirus

«SonntagsZeitung»:

Am kommenden Donnerstag trifft sich nach Informationen der «SonntagsZeitung» Bundesrat Guy Parmelin mit Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften zu einem Gespräch am Runden Tisch. Thema sind die angekündigten Verschärfungen der Corona-Regeln. Bereits wird Kritik laut. Für viele Gewerbebetriebe schränken die geforderten neuen Massnahmen laut Verbandsdirektor Hans-Ulrich Bigler die Betriebe stark ein. Die Umsätze drohten einzubrechen. Der Verband sei gegen eine Maskenpflicht bei kleinen Läden und gegen Home-Office- Vorschriften. Kein Verständnis für den Widerstand von Teilen der Wirtschaft hat dagegen der Berner Epidemiologe Christian Althaus. Es zeige sich, dass viele Länder, die das Virus kontrollierten, nur geringe wirtschaftliche und gesellschaftliche Kosten hätten, sagte Althaus In einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

«SonntagsBlick»:

Die Kantone begrüssen die neuen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Situation habe sich weiter verschärft, sagte Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz gegenüber dem «Sonntags-Blick». Die Frage nach regionalen Differenzierungen stelle sich nicht mehr wie vor einigen Wochen. «Wir haben ein gesamtschweizerisches Problem. Jetzt braucht es schnell einheitliche Massnahmen». Für Engelberger wird der Bundesrat an seiner heutigen ausserordentlichen Sitzung aber wohl noch nicht das letzte Wort zur Verschärfung der Corona-Regeln sprechen. Je nach Entwicklung könnten noch weitergehende Verschärfungen angeordnet werden. Es könne der Moment kommen, wo das Risiko nicht mehr tragbar sei und Grossveranstaltungen untersagt werden müssten.

«NZZ am Sonntag»:

Die schweizerische Rettungsflugwacht Rega springt künftig ein, sollten Spitäler wegen Covid-19 an ihre Belastungsgrenzen stossen. Die Gesellschaft für Intensivmedizin und der Koordinierte Sanitätsdienst des Bundes haben die Rega beauftragt, die Koordination der Intensivbetten zu übernehmen, sollte eine Region überlastet sein. Das geht aus einem Konzept für die nationale Koordination bei massivem Zustrom von Patienten in Intensivstationen hervor, über das die «NZZ am Sonntag» berichtet. Die Rega selbst weist auf ihre Rolle als nationale Alarmzentrale hin. Mit 70 Jahren Erfahrung in der schweizerischen Koordination von Luftrettungen sowie profunden Kenntnissen der Spitallandschaft sei die Rega für diese Aufgabe zugunsten der Schweizer Bevölkerung prädestiniert.

«SonntagsBlick»:

Trotz guter Geschäftsentwicklung stemmt sich der Verband Immobilien Schweiz, die Lobby-Organisation der grossen Immobilienkonzerne, mit aller Kraft gegen den geplanten Mieterlass von 60 Prozent im Zuge des Corona-Lockdowns. Die Halbjahresberichte der vier grössten börsenkotierten Immobilienkonzerne PSP Swiss Property, Swiss Prime Site, Allreal und Mobimo zeigten stabile bis leicht steigende Mieterträge, wie eine Analyse des «SonntagsBlick» ergeben hat. Die Corona-Pandemie und die Mieterlasse für die Zeit des Lockdowns hätten kaum Spuren hinterlassen. Der Kampf der Immobilien-Lobby trage offensichtlich Früchte. Der Mieterlass, der vor einigen Monaten im Parlament eine Mehrheit gefunden habe, stehe nun auf der Kippe. So habe sich etwa die Rechtskommission des Nationalrates am 9. Oktober mit 14 zu 11 Stimmen gegen die Vorlage ausgesprochen.

«SonntagsZeitung»:

Nachdem mehrere Skigebiete an diesem Wochenende ihre Pisten für die kommende Saison wieder geöffnet haben, hat das Wallis die Regeln für den Corona-Winter festgelegt. Demnach dürfen bis Ende April Betreiber von Lokalen auf Terrassen, in Zelten oder an Imbissständen Elektroheizungen aufstellen, um mehr Platz zu schaffen. Anders als etwa in Österreich ist Après-Ski im Wallis grundsätzlich erlaubt - unter Auflagen. So dürfen die Lokale nur bis 1 Uhr morgens offen bleiben, wie die «SonntagsZeitung» schreibt. Die Gäste müssen Masken tragen, wenn sie sich in den Betrieben bewegen. Sie dürfen nur am Tisch oder an der Bar konsumieren. Einige Ferienorte hätten sich allerdings drastischere Massnahmen gewünscht und kritisieren zum Beispiel die Sperrstunde um 1 Uhr. Das sei viel zu kulant und könne grossen Schaden anrichten.

«SonntagsZeitung»:

Die SBB hinken beim Schutz gegen das Coronavirus laut «SonntagsZeitung» den Bahnunternehmen der Nachbarländer hinterher. So gebe es in italienischen Zügen standardmässig Desinfektionsmittel, weniger Sitzplätze und Masken. Auch in Österreich und Deutschland gebe es an Bord Masken. Die ÖBB baue zudem in die Züge Spender für Desinfektionsmittel ein. In der Schweiz seien dagegen Massnahmen, die über die gründliche Reinigung und die Maskenpflicht hinausgingen, kein Thema. Laut SBB basiert das Schweizer Schutzkonzept im öffentlichen Verkehr auf den Empfehlungen und Massnahmen des Bundes. Masken und Desinfektionsmittel gebe es in zahlreichen Läden in den Bahnhöfen und an Automaten zu kaufen.

Sonstige Themen

«SonntagsZeitung»:

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund und Travailsuisse, die beiden Dachverbände der Arbeitnehmenden, erhalten Konkurrenz. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, haben der Kaufmännische Verband Schweiz, die Angestellten Schweiz und weitere Organisationen eine neue Plattform ins Leben gerufen. Diese Plattform vertritt insgesamt 88'000 Beschäftigte. Der Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch begründet den Schritt damit, dass ein grosser Teil der Angestellten nicht durch den Gewerkschaftsbund und Travailsuisse repräsentiert sei. Die neue Plattform wolle auch die politische Mitte vertreten und den Organisationsgrad der Arbeitnehmerschaft erhöhen. Die traditionellen Verbände der Arbeitnehmenden halten die neue Plattform dagegen für wenig demokratisch legitimiert. Es fehlten richtige Strukturen, Geld und Wissen.

«NZZ am Sonntag»:

Die Migros strapaziert zunehmend ihr Erbe. Hatte der Gründer Gottlieb Duttweiler der Migros noch verordnet, keine alkoholischen Getränke zu verkaufen, so weicht der Grossverteiler heute diesen Grundsatz zunehmend auf. Laut «NZZ am Sonntag» hat die Migros von der Öffentlichkeit unbemerkt eine Wein- und Spirituosenkette aufgebaut. Diese Ladenkette mit ihren vier Filialen ist eine Tochter der Migros Tessin. Ins Wanken gerät das Erbe Duttweilers auch beim Spitzenpersonal. So ist der neue Präsident der Regionalgenossenschaft Neuenburg-Freiburg, Thierry Grosjean, Winzer. Er verkauft seine Weine jedoch an Coop. Beide Fälle verletzen laut Migros die Statuten der Genossenschaft jedoch nicht.

«SonntagsBlick»:

Eine wachsende Zahl von Bauern steigt laut «SonntagsBlick» aus der traditionellen Milchwirtschaft aus. Erste Höfe stellten auf die Produktion von Hafermilch um. Damit reagieren die Bauern auf den Trend zu veganen Produkten. Lauf dem Marktforschungsinstitut Nielsen ist der Absatz von Alternativen zur Kuhmilch im letzten Jahr um 25 Prozent gestiegen. Bei Coop hätten sich die Verkäufe von Pflanzenmilch in den letzten 10 Jahren gut verdreifacht. Seit kurzem böten auch Grosskonzerne wie Nestlé und der Milchverarbeiter Emmi vegane Milch-Ersatzprodukte an. Der Markt sei allerdings stark von Importprodukten ab. Dabei würden die Detailhändler in der Schweiz gerne mehr alternative Produkte zur Kuhmilch in ihr Sortiment aufnehmen. Die Pflanzenmilch werde die Kuhmilch irgendwann ersetzen, ist eine vom «SonntagsBlick» zitierte Bäuerin überzeugt.

«NZZ am Sonntag»:

Das Verteidigungsdepartement achtet laut einem Prüfbericht der VBS-Inspektoren bei Flügen und bei der Nutzung von Privatautos zu wenig auf die Ökologie. Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, steht diese Entwicklung nicht im Einklang mit einem Vorstoss des Bundesrates, der Ende 2019 einen «Aktionsplan Flugreisen» verabschiedet und die Regeln für Dienstflüge verschärft hatte. Die interne Revision stellte die Abrechnungen aus den Jahren 2018 und 2019 zusammen. Es zeigte sich, das die Bundesbeamten oft mit dem Auto unterwegs waren. Ferner monieren die Inspektoren, dass in der Gruppe Verteidigung eine Vielzahl an Abrechnungen über Dienstreisen gefunden worden seien, die nicht zuvor vom Vorgesetzten genehmigt worden seien.

«Le Matin Dimanche»:

Die Romands sind laut einer Umfrage mehrheitlich bereit, weitgehende Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung des Coronavirus zu akzeptieren. Dazu gehören auch Ausgangssperren, wie sie Frankreich in Paris und mehreren anderen Städten verhängt hat. Die Aussagen sind das Ergebnis einer nicht repräsentative Umfrage, die die digitalen Newsportale der Medienhäuser «Tribune de Genève» und «24 Heures» durchgeführt haben. An der Umfrage nahmen knapp 5000 Personen teil. Demnach lehnen 35 Prozent eine Ausgangssperre ab, wie die Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche» schreibt.

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