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Nachfrage nach Impfungen bei Jüngeren vorhanden

Um 15 Uhr traten die Experten des Bundes vor die Medien und informierten über die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie. Thema waren die Impfung von jüngeren Personen, die Teststrategie und die indische Virusvariante.

27.04.2021 / 13:57 / von: sda/mma
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Unter anderem tritt Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG, vor die Medien. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Unter anderem tritt Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG, vor die Medien. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

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So schnell wie möglich und so viele Personen wie möglich sollten mit einer ersten Dosis geimpft werden, erklärte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Das BAG begrüsse es, dass, wenn genug Impfdosen vorhanden seien, sobald als möglich auch Jüngere geimpft würden, wenn die Nachfrage bei den Älteren sinke. Eine Nachfrage bei der jüngeren Bevölkerung bestehe. Ältere könnten sich aber auch dann noch impfen lassen und würden priorisiert.

Kantone sollen keine Impfungen für die zweite Dosis in Reserve behalten, denn es seien genügend Dosen erhältlich, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien.

Das BAG empfehle den Kantonen deshalb, möglichst rasch vielen Personen die erste Dosis zu verabreichen, so Masserey. Laufend würden weitere Impfdosen geliefert.

Impfungen seien nebst weiteren Faktoren wie Tests sowie vermehrtem Aufenthalt im Freien möglicherweise der Grund, dass sich die Neuinfektionen momentan im Bereich zwischen 2'000 bis 2'500 pro Tag bewegten und nicht ansteigen würden, sagte Masserey.

Regelmässige Tests sollen weitere Öffnungen ermöglichen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) betont die Wichtigkeit regelmässiger Tests an Schulen und anderen Institutionen. Dank regelmässiger, wiederholter Tests sollen letztendlich weitere Öffnungen möglich werden.

Ziel dieser systematischen Test, mit denen rund 40 Prozent der Bevölkerung wöchentlich getestet werden sollen, ist das Aufspüren von Personen, die keine Symptome des Virus aufweisen, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien.

Die Testkonzepte der Kantone seien gut fortgeschritten, alle 26 Kantone hätten mittlerweile dem BAG Konzepte vorgelegt. In den kommenden Wochen würden Berichte zu den durchgeführten Testen vorgelegt. Dies erlaube eine bessere Sicht auf die Situation.

Indische Virusvariante soll möglichst ferngehalten werden

Die indische Virusvariante ist laut Angaben des BAG gefährlich. Das BAG versuche, diese Variante möglichst von der Schweiz fern zu halten. Die mRNA-Impfstoffe, wie sie in der Schweiz verimpft werden, würden jedoch auch gegen diese Varianten schützen, sagte Virginie Masserey am Dienstag in Bern.

Entsprechend sei Indien am Montagabend auf die Quarantäneliste gesetzt worden. In der Schweiz zeige sich, dass die vorherrschende britische Virusvariante aggressiver sei. Mehr Personen müssten hospitalisiert werden. Allerdings seien die Patientinnen und die Patienten jünger, weil viele ältere Menschen schon geimpft seien. «Zwei Drittel der vulnerablen Personen haben mindestens eine Impfdosis erhalten», sagte Masserey.

Sport kann Risiko einer schweren Covid-Erkrankung reduzieren

Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport, zitierte vor den Medien in Bern aus dieser Studie. «Sport und Bewegung wirken präventiv und sind wirksam in dieser Pandemie», sagte er.

Einen Sport-Lockdown im eigentlichen Sinne gab es in der Schweiz nicht. In der Schweiz seien die Privilegien beim Sport grösser als im benachbarten Ausland. Dies verpflichte aber auch, die Regeln einzuhalten.

«Für mich ist es auch eine Wohltat, dass wenige Zuschauer beim Profisport wieder zugelassen werden», sagte er. Die Sportwirtschaft brauche in einer Krise länger, um sich zu erholen als die Gesamtwirtschaft. Dies sei man sich beim Bundesamt für Sport bewusst.

Regelung für J+S-Kurse dürfte um ein Jahr verlängert werden

Die 2020 getroffene Regelung für J+S-Kurse dürfte um ein Jahr verlängert werden. Ein entsprechender Entscheid sollte noch vor Mitte Jahr kommuniziert werden können, sagte Matthias Remund am Dienstag vor den Bundeshausmedien.

Schutzmaske soll am Ende der Konsumation wieder aufgesetzt werden

Die Schutzmaske müsse bei einer Konsumation auf der Terrasse eines Restaurants nicht nach jedem einzelnen Schluck oder Bissen wieder aufgesetzt werden, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Medien.

Am Ende der Konsumation und wenn der Sitzplatz verlassen werde, solle die Maske wieder aufgesetzt werden, sagte Masserey als Antwort auf die Frage einer Journalistin zum Thema Terrassen. Am Platz selber sei durch die Distanz zum Nebentisch der Schutz gewährleistet.

Bund erwägt Grossveranstaltungen als Pilotanlässe durchzuführen

Der Bund überlege sich, ob er in Zukunft Grossveranstaltungen als Pilotanlässe durchführen wolle, sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag vor den Bundeshausmedien. Mit Blick auf eine entsprechende Grossveranstaltung in Barcelona, bei der es keine Infektionen gab, sagte Masserey, dass bei Pilotveranstaltungen, bei denen nur Genesende, Geimpfte und Getestete zugelassen seien, die Gefahr von Ansteckungen tief sei. Masserey zeigte sich aber besorgt darüber, dass bei Demonstrationen von Kritikern von Corona-Massnahmen keine Masken getragen und Abstände nicht eingehalten würden.

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