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Die steigenden Corona-Fallzahlen könnten zur Maskenpflicht führen

Die zunehmenden Corona-Fallzahlen sollen Konsequenzen haben. Diverse Experten und Politiker fordern beispielsweise eine Maskenpflicht. Weiter sei auch die Anordnung der Selbstquarantäne für Personen, die aus dem Ausland zurückkehren, denkbar.

28.06.2020 / 12:30 / von: szw
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Eine Maskenpflicht sei laut Experten denkbar. (Symbolbild: pixabay.com/Caniceus)

Eine Maskenpflicht sei laut Experten denkbar. (Symbolbild: pixabay.com/Caniceus)

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Diverse Stimmen aus dem Parlament, aus den Kantonen wie auch von Experten fordern wegen den steigenden Fallzahlen dringende Massnahmen. Unter anderem sei die Grenzöffnung vom 15. Juni für den Wiederanstieg verantwortlich, wie ein Experte der Corona-Taskforce des Bundes in der «SonntagsZeitung» sagt. Nun müssen Taten folgen.

Quarantäne nach dem Urlaub

Der Präsident der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK), Lukas Engelberger, spricht sich für die Anordnung einer Quarantäne nach der Rückkehr einer Auslandreise aus. «Das vermehrte Reiseaufkommen in der Ferienzeit gibt Anlass zur Sorge, dass die Ansteckungszahlen weiter ansteigen werden», sagt er gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Auch die Zürcher Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin Nathalie Rickli steht hinter einer solchen Massnahme: «Mit der bevorstehender Ferienzeit braucht es für Rückreisende aus dem Ausland klare Vorgaben des Bundes, etwa mit einer Quarantänepflicht oder gar einem Einreiseverbot für Rückreisende aus bestimmten Ländern.»

Weiter würden diverse Parteivertreter aus dem Parlament eine Quarantänepflicht für Rückreisende ebenfalls begrüssen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) äussert sich noch nicht abschliessend zur Thematik. Sie würden es in Erwägung ziehen, dass eine freiwillige Selbstquarantäne nach dem Urlaub empfohlen würde. Für diese Entscheidung relevant seien auch die Entscheidungen der EU. Wie das BAG mitteilte, sei ein einheitliches Vorgehen mit der EU für die Schweiz als Schengenmitgliedsstaat wünschenswert.

Generelle Maskenpflicht

Hinzu will eine Expertengruppe des Bundes in der «SonntagsZeitung» anlässlich der steigenden Fallzahlen auch eine Maskenpflicht: «Wir empfehlen eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und überall, wo eine Nachverfolgung mittels Contact-Tracing nicht möglich ist», so der Epidemiologe Matthias Egger der Corona-Taskforce des Bundes.

Auch der oberste Gesundheitsdirektor, Lukas Engelberger, sieht die Maskenpflicht nicht allzu weit entfernt: «Wir unterstützen die Maskenempfehlung vollumfänglich. Aber wenn nötig, behalten wir uns eine Pflicht vor. Die Pandemie kann schnell wieder ein dramatisches Ausmass annehmen», äussert er sich gegenüber «Blick am Sonntag».

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Leonie Sigg-Meyer
am 29.06.2020 um 11:12
Maskenpflicht ohne Gebrauchsanweisung, wie die Masken zu tragen, wie oft sie zu wechseln und wie und wo sie zu entsorgen sind , dürfte kaum zu verminderten Ansteckungen führen. Die meisten Benützer tragen sie sehr oft am Kinn. Vor der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr würde ich der SBB empfehlen Papierhandtücher in den Toiletten bereit zu stellen. Korrektes Händewaschen gehört nämlich auch zur Prävention, scheint aber plötzlich kein Thema mehr zu sein.LS