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Für Lockerungen braucht es laut Berset eine Million mehr Geimpfte

Laut Gesundheitsminister Alain Berset könnten die Corona-Massnahmen wohl aufgehoben werden, wenn sich noch rund eine Million Menschen in der Schweiz impft. Er könne sich zudem die Impfskepsis nicht erklären.

13.10.2021 / 16:52 / von: sda/mma
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Laut Bundesrat Berset fehlen der Schweiz noch eine Million Geimpfte. (Symbolbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Laut Bundesrat Berset fehlen der Schweiz noch eine Million Geimpfte. (Symbolbild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

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Mit jeder Impfung komme man dem Fernziel näher, die Pandemie zu kontrollieren, sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Deshalb gelte es, den Zugang zur Impfung für alle so leicht wie möglich zu machen.

Verglichen mit den Spitzenzeiten Anfang Sommer liegt das Impftempo in der Schweiz laut Berset sechs Mal tiefer. «Die Zahlen stagnieren, wir impfen derzeit weniger als 10'000 Personen pro Tag.»

Zwar sei die epidemiologische Situation aktuell «leicht ermutigend». Die Lage bleibe aber heikel, weil bald viele Personen aus den Herbstferien zurückkehrten und die kältere Jahreszeit beginne. «Wir müssen vorsichtig sein», sagte Berset.

Berset ratlos wegen Impfskepsis

Weiter betonte Berset, dass er sich die verbreitete Impfskepsis nicht erklären könne. Berset erinnerte am Mittwoch vor den Medien in Bern daran, dass der Aufhänger für das Referendum zum Epidemiengesetz im Jahr 2013 ebenfalls das Impfen gewesen sei. Mit Blick auf die sehr hohe Impfquote in Portugal sagte er, die höhere Bereitschaft in diesem Land habe sich vielleicht aus den Erfahrungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der ehemals weitverbreiteten Kinderlähmung ergeben.

Auf eine weitere Frage, weshalb der Bundesrat von seinem einstigen Ziel abgerückt sei, wonach die Massnahmen aufgehoben würden, sobald alle, die sich impfen lassen wollten, dies gemacht hätten, sagte Berset, im Juni sei die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus noch kein Thema gewesen.

Der damals herrschende wissenschaftliche Konsens hinter den Aufhebungszielen sei dadurch überholt. «Die Situation ist heute eine völlig andere», so der Gesundheitsminister. Deshalb müsse man weiterhin versuchen, möglichst viele Menschen von einer Impfung zu überzeugen. Für den Bundesrat sei ein Impf-Obligatorium aber nie ein Thema gewesen.

Notwendigkeit von Zertifikatspflicht prüfen

Weiter erklärte Berset, dass der Bundesrat in den kommenden Sitzungen über die Notwendigkeit der Zertifikatspflicht diskutieren werde. Grund dafür sei, dass sich die Situation stark verbessert habe. Man müsse jedoch auch Faktoren wie den Wintereinbruch und Ferienrückkehrende miteinbeziehen.

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