Pull down to refresh...
zurück

Hotelplan-Chefin hofft auf möglichst schnelle Durchimpfung

Eine schnelle Umsetzung der Impfkampagnen fordert Hotelplan-Chefin Laura Meyer. Denn dank den Impfstoffen ist ihre für die Sommer- und Herbstferien hoch.

13.04.2021 / 09:01 / von: sda/asl
Seite drucken Kommentare
1
Laut Meyer sieht man dank der Impfungen im In- und Ausland sehe man eine Zunahme der Buchungen, allerdings auf tiefem Niveau. (Symbolbild: KEYSTONE/EPA/CATI CLADERA)

Laut Meyer sieht man dank der Impfungen im In- und Ausland sehe man eine Zunahme der Buchungen, allerdings auf tiefem Niveau. (Symbolbild: KEYSTONE/EPA/CATI CLADERA)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

Die neue Hotelplan-Chefin Laura Meyer hofft auf eine schnelle Umsetzung der Impfkampagnen. «Impfen, impfen, impfen», lautet ihr Credo sowohl im Interview mit den «AZ-Medien» als auch mit«Blick», die beide am Dienstag veröffentlicht wurden.

Dank den Impfstoffen sei ihre Zuversicht auf einer Skala von eins bis zehn für die Sommer- und Herbstferien etwa bei einer Neun. Auch dank der Impfungen im In- und Ausland sehe man eine Zunahme der Buchungen, allerdings auf tiefem Niveau, wie Meyer im Interview der «AZ-Medien» sagte. «2021 wird kein gutes Geschäftsjahr, aber unter dem Strich sicher besser als 2020.»

Um die Impfkampagnen zu unterstützen, befürwortet Meyer die Massentests. «Man sollte alles tun, was uns schnell aus der Pandemie bringt», so Meyer im Interview mit «Blick». Das Testen könne zwar gerade Familien mit kleinem Budget am Reisen hindern, da es ziemlich teuer ist. «Aber die Quarantäneregeln sind noch belastender für unsere Buchungszahlen», sagte sie gegenüber den «AZ-Medien».

Die Unsicherheit bei den Konsumenten sei nach wie vor gross, doch für die Reiseveranstalter birgt sie jedoch auch Chancen. So könnten Reiseveranstalter nun ihr Know-how unter Beweis stellen. «Wir buchen um, erstatten das Geld zurück, holen die Gäste nach Hause. Kein Kunde hat mit uns Geld verloren», sagte Meyer den AZ-Medien.

Planen Hub-Modell für Reisebüros

Doch laut der Digitalexpertin, die zuvor bei der UBS tätig war, wird sich das Reiseverhalten durch die Pandemie auch längerfristig ändern: «Der Trend zu Ferien näher an zu Hause und der Verzicht auf Kurztrips mit dem Flieger wird auch aus Nachhaltigkeitsgründen bleiben», sagte sie. Dafür gönne man sich dann vielleicht zwischendurch eine spezielle Langstreckenreise.

Ein geändertes Reiseverhalten verlangt auch nach dem Reisebüro der Zukunft. «Unter anderem arbeiten wir an einem sogenannten Hub-Modell, mit grösseren Filialen, die gewisse Aufgaben für kleinere Geschäfte übernehmen können», so Meyer gegenüber AZ. Ob dadurch weitere Filialen schliessen müssen, lässt sie in beiden Interviews offen, aber: «Wenn es längerfristig für die Strategie sinnvoll ist, überlegen wir uns sogar die Übernahme von Reisebüros oder kleineren Filialketten, die nicht mehr eigenständig überleben können», sagte Meyer im «Blick».

Für die Budgetplanung im aktuellen Jahr hat das Unternehmen laut Meyer in der «AZ» drei Szenarien aufgestellt. «Im besten Fall rechnen wir mit einem Umsatz von 50 bis 60 Prozent gegenüber Vor-Corona», sagte sie. Im ersten Halbjahr, das im November begonnen hat, liege der Buchungsstand allerdings erst bei etwa 20 Prozent von dem, was noch 2019 gebucht wurde.

Beitrag erfassen

Hofer Ernst
am 13.04.2021 um 10:25
Kann man schon Badeferien buchen, wenn man geimpft ist