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Impfschäden: Betroffene fordern Geld vom Bund

Rund 100 Gesuche um Schadenersatz und Genugtuung wegen mutmasslicher Covid-Impfschäden sind bisher beim Bund eingegangen. Das zuständige Innendepartement (EDI) ist auf kein Gesuch eingetreten.

14.01.2022 / 08:08 / von: ame
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Schäden durch eine Impfung sind möglich, eine Selbstdiagnose reicht dafür jedoch nicht. (Symbolbild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER)

Schäden durch eine Impfung sind möglich, eine Selbstdiagnose reicht dafür jedoch nicht. (Symbolbild: KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER)

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Bis Ende November sind beim Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) rund 100 Gesuche für Schadenersatz oder eine Genugtuung eingegangen. Die meisten mutmasslich Betroffenen möchten den Selbstbehalt für den Arztbesuch zurückerhalten.

Als Schäden werden beispielsweise Migräne mit Sehstörungen, Inkontinenz, Probleme mit dem Blutdruck oder Thrombose im Auge mit Verminderung der Sehschärfe angegeben, sagt EDI-Sprecherin Emma Brossin gegenüber den CH-Media-Zeitungen (Abo). Auch Bagatellen wie starkes Schwitzen, Fieber oder Müdigkeit seien unter den Gesuchsgründen.

Bei schwerwiegenden Nebenwirkungen kann tatsächlich Schadenersatz für Behandlungskosten und den allfälligen Erwerbsausfall gefordert werden. Bis zu 70'000 Franken würden Bund und Kantone als Genugtuung zahlen.

Allerdings erfüllt keines der bisher eingegangenen Gesuche die Anforderungen und das EDI sieht bei keinem der Fälle einen Zusammenhang mit der Impfung. Ausserdem scheitern die Gesuche an formalen Kriterien. Die Gesuchsstellenden hatten sich zum Teil die Diagnose selbst gestellt, wodurch die benötigte ärztliche Einschätzung fehlt.

Auch Angaben über andere Geldbeträge, die sie von anderen Stellen erhalten haben, fehlen oft. Diese müssen zwingend enthalten sein, da vor dem Bund noch Impfstoffhersteller, Ärztinnen und Ärzte, Versicherungen oder die IV angefragt werden sollten.

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