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Covid-19-Task-Force: Fallzahlen verschieben sich zu Nicht-Geimpften und sinken weiter

Die Neuansteckungen mit dem Coronavirus sinken entgegen vorgängiger Erwartungen der Task-Force des Bundes weiter. Einer der Gründe dafür sind nach Einschätzung der Experten die Fortschritte bei der Impfung. Nächste Öffnungsschritte dürften kurz bevorstehen.

18.05.2021 / 14:00 / von: jis
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Rudolf Hauri, Martin Ackermann, Virginie Masserey und Adrian Kammer (v.l.n.r) nahmen an der Pressekonferenz teil.

Rudolf Hauri, Martin Ackermann, Virginie Masserey und Adrian Kammer (v.l.n.r) nahmen an der Pressekonferenz teil.

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«Alle wichtigen Zahlen gehen zurück trotz Öffnungsschritten», sagte Martin Ackermann, der Chef der wissenschaftlichen Covid-19-Task-Force des Bundes, am Dienstag vor den Bundeshausmedien in Bern.

Dass sich die Fallzahlen zu den Nicht-Geimpften verschiebt, macht Ackermann am Vergleich der Inzidenzen zu anderen Ländern fest, in denen viel geimpft wurde, etwa in Israel und den USA.

Die positive Dynamik kann sich laut Ackermann im Verlauf des Sommers sogar noch verstärken. «Wenn immer mehr Menschen geimpft sind, nimmt das Infektionsrisiko auch für Nicht-Geimpfte ab», sagte Ackermann. Weitere Lockerungsschritte seien deshalb möglich.

Oberster Kantonsarzt hegt Hoffnung für "guten Sommer"

Angesichts sinkender Infektions- und steigender Impfzahlen in der Covid-19-Pandemie sieht der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri die Chance für einen «guten Sommer». Langsam könne das Land in bestimmten Kollektiven eine Lockerung der Maskenpflicht ins Auge fassen. Öffnungen und Lockerungen seien indessen nur schrittweise möglich, warnte der Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und -ärzte am Dienstag vor den Medien in Bern.

Schutzmassnahmen und allgemeine Vorsicht seien weiterhin nötig, ein Verzicht auf sie wäre aktuell noch «hoch riskant». Die Kantone könnten derzeit mehr Impfdosen verabreichen als sie erhielten, erklärte Hauri weiter. Nach der Zulassung der über 16-Jährigen zu den Impfungen hätten die Älteren allerdings nicht mehr Vorrang. Im Hinblick auf das Covid-Zertifikat warteten die Kantone auf grünes Licht vom Bund.

BAG-Impf-Informationskampagne startet: «Ein Herz für uns alle»

Wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, schützt nicht nur sich selber, sondern auch die anderen. Um diese Einsicht zu verbreiten, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Impf-Informationskampagne unter dem Motto «Ein Herz für uns alle» gestartet. Nur wer gut informiert sei, könne eine selbstbestimmte Impf-Entscheidung fällen, sagte Adrian Kammer, Leiter Sektion Gesundheitsinformationen und Kampagnen beim BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern. Die Impf-Bereitschaft in der Schweiz habe in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen, dies sei erfreulich. Und sie steige weiter, sagte Kammer. Je besser die Bevölkerung informiert sei, desto eher sei auch zu erwarten, dass immer mehr Menschen sich auf eigenen Wunsch - also selbstbestimmt - impfen lassen.

Und damit rücke auch die Normalität, wie vor der Pandemie existierte, in grössere Nähe. Unter dem Hashtag «ichlassmichimpfen» können im Rahmen der BAG-Impf-Inititiative laut Kammer Videos, Texte und Fotos individuell verbreitet werden.

Impfungen schützen auch vor der indischen Virus-Variante

Die epidemiologische Lage in der Covid-19-Pandemie ist aktuell vorteilhaft. Das sagte Viriginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit am Dienstag vor den Medien in Bern. Die Impfungen würden auch gegen die indische Variante des Coronavirus nützen. Die Risikogruppen seien weitgehend geimpft, erklärte die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle im BAG. Der Infektionwert sei unter Null gesunken. Die Schweiz verfüge über genügend Impfdosen um nach der Zulassung für deren Altersgruppe auch Kinder zu impfen.

Erste Beobachtungen zeigten, dass die beiden in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna auch gegen die indische Variante schützten. Auch habe sich ergeben, dass die Impfungen auch gegen Übertragung schützen können. Zwei Wochen nach der zweiten Dosis trete der Impfschutz ein.

 

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