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Nachtkultur beklagt Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent

Die Schweizer Nachtkulturbranche beklagt laut einer neuen Umfrage unter ihren Mitgliedern einen Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent. Betriebseinstellungen aufgrund der Corona-Massnahmen seien an der Tagesordnung. Eine Verlängerung von 2Gplus bis Ende März würde die Branche in existenzielle Nöte treiben.

14.01.2022 / 13:38 / von: mle/sda
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Die Schweizer Nachtkulturbranche beklagt laut einer neuen Umfrage unter ihren Mitgliedern einen Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Die Schweizer Nachtkulturbranche beklagt laut einer neuen Umfrage unter ihren Mitgliedern einen Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent. (Archivbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Bei den Musik-Bars liege der geschätzte Umsatzverlust seit Mitte Dezember bei durchschnittlich 61 Prozent, bei den Eventlocations und Musik-Clubs bei bis zu 70 Prozent, teilte die Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK) am Freitag mit. Sie bezieht sich dabei auf eine Umfrage bei rund 100 Clubs, Eventlocations und Musik-Bars aus der ganzen Schweiz.

Demnach mussten 46 Prozent der Eventlocations, 16 Prozent der Musik-Clubs und 7 Prozent der Musikbars ihren Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen bereits einstellen. 8 Prozent der Eventlocations hätten aktuell noch regulär geöffnet, bei den Musik-Clubs seien es noch 18 Prozent, bei den Musik-Bars 27 Prozent.

Die Mehrheit der Befragten spare beim kulturellen Inhalt. Dies gehe insbesondere zu Lasten von lokalen Künstlerinnen und Künstlern. In 70 Prozent der Betriebe sei ein Teil des Personals in Kurzarbeit.

Die Nachtkultur benötige deshalb unkomplizierte Unterstützung, unabhängig davon, ob 2Gplus weitergeführt oder die Betriebe geschlossen würden. Härtefallzahlungen im April seien für viele Betriebe zu spät. Zudem müsse die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung verlängert werden, sonst werde es zu Entlassungen kommen.

Die SBCK verlangt zudem «endlich ein verlässliches Ausstiegsszenarium». Die Branche sei seit März 2020 massiv eingeschränkt durch die Covid-Massnahmen.

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