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ÖV-Betreiber fordern Hilfsgelder vom Bund

Wegen der Coronakrise verkehren schweizweit praktisch leere Züge, Busse und Trams. ÖV-Tickets werden kaum noch verkauft. Die Betreiber fordern vom Bund nun hunderte Millionen Franken Unterstützung.

05.04.2020 / 11:23 / von: sfa
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An den Schweizer Bahnhöfen herrscht derzeit gespenstische Stille - hier der Blick in den praktisch ausgestorbenen Bahnhof St.Gallen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

An den Schweizer Bahnhöfen herrscht derzeit gespenstische Stille - hier der Blick in den praktisch ausgestorbenen Bahnhof St.Gallen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Das ÖV-Angebot in der Schweiz wurde wegen der Coronakrise zwar massiv ausgedünnt. Dennoch muss die Erschliessung – auch von Randregionen – aufrecht erhalten bleiben. Das führt dazu, dass derzeit viele Züge, Busse und Trams praktisch leer verkehren. Den ÖV-Betreibern brechen gleichzeitig die Einnahmen über Ticketverkäufe weg.

Nun fordert die ÖV-Branche Staatshilfe: «Wir verlangen vom Bund Hilfe zur teilweisen Deckung der Ertragsausfälle», sagt Ueli Stückelberger, Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr (VÖV) gegenüber der «Sonntagszeitung».

In der Regel nehmen die ÖV-Betreiber dank Billetverkäufen jeden Monat rund 500 Millionen Franken ein. Davon fallen während der Coronakrise 60 bis 80 Prozent weg, so Stückelberger weiter. Er fordert vom Bund daher Hilfsmassnahmen in der Höhe von mehreren hundert Millionen Franken.

Hinzu kommt, dass die ÖV-Betreiber sich gegenüber ihren Kunden kulant zeigen und sie für nicht benützte Abos teilweise entschädigen.

Keine Sonderbehandlung für ÖV-Betreiber

Die Politik winkt punkto Hilfskrediten speziell für die ÖV-Betreiber aber ab: Das Umwelt- und Verkehrsdepartement etwa sagt gegenüber der «Sonntagszeitung», dass die Bahnbetreiber – genau wie alle anderen Unternehmen auch – Kurzarbeit einführen und auf die allgemeinen Hilfskredite des Bundes zurückgreifen können. Und der FDP-Ständerat Thierry Burkhardt gibt zu Protokoll, es sei «jetzt nicht der Moment, um über zusätzliche Subventionen im öffentlichen Verkehr zu sprechen. Es braucht für den öffentlichen Verkehr auch eine Unterstützung, aber keine Sonderbehandlung.»

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