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Aufhebung von Quarantäne gemäss GDK-Vizepräsidentin zu früh

Nach Ansicht der Vizepräsidentin der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren (GDK) wäre eine Abschaffung der Quarantäne oder der Isolation jetzt zu früh. Derzeit gehe es darum, die Kapazitäten zu sichern, insbesondere die Verschiebung von Einsätzen oder die nationale Koordination von Patientinnen und Patienten.

14.01.2022 / 12:12 / von: mle/sda
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Bundesrat Alain Berset, rechts, spricht an der Seite von Rebecca Ruiz, Staatsrätin des Kantons Waadt und Vizepräsidentin GDK, links, während einer Medienkonferenz nach einem Austausch mit Bundesrat Alain Berset und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Bundesrat Alain Berset, rechts, spricht an der Seite von Rebecca Ruiz, Staatsrätin des Kantons Waadt und Vizepräsidentin GDK, links, während einer Medienkonferenz nach einem Austausch mit Bundesrat Alain Berset und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

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Wichtig sei es jetzt, den Höhepunkt der Welle gemeinsam zu überstehen, sagte Rebecca Ruiz am Freitag nach dem Treffen der GDK mit Gesundheitsminister Alain Berset vor den Medien. Die Regeln könnten geändert werden, sobald es die Situation zulasse.

Die Gesundheitsdirektorinnen und -Direktoren seien sich bei ihrer Besprechung am Morgen einig gewesen, dass die bestehenden Massnahmen zum jetzigen Zeitpunkt beibehalten werden sollten, sagte Ruiz.

Ruiz sprach stattdessen eher von Verschärfungen. Wenn es die epidemiologische Lage erfordere, könnten die Kantone beispielsweise Grossveranstaltungen einschränken, um die Ausbreitung des Coronavirus zu limitieren.

Situation für ein Ende der Corona-Massnahmen noch zu «konfus»

Es sei eine komplizierte und schwer zu erfassende Phase der Epidemie, so Ruiz. Es sei wahrscheinlich, dass die fünfte Welle das Potential habe, das Gesundheitssystem ans Limit zu bringen, insbesondere - wenn Personal fehlt.

Alle Akteure des Gesundheitswesen - die Spitäler, die Ärztinnen und Rettungssanitäter müssten sich kontinuierlich auf diese Situation vorbereiten. Die Kräfte müssten gebündelt werden, um die Welle zu überstehen, sagte Ruiz, die Anstrengungen müssten in den nächsten Monaten noch einmal forciert werden, damit die Schweiz da raus komme.

Es gebe Personen, die bei der dritten Impfung zögerten. Etwa, weil sie auf einen auf Omikron angepassten Impfstoff warteten. Bis es einen solche gebe, dauere es aber noch sehr lange - wenn denn überhaupt einer verfügbar sein werde. Ruiz rief daher dazu auf, dass sich alle den Booster holten, um einen wirksamen Schutz vor Komplikationen zu haben. Die Kapazitäten in den Kantonen seien vorhanden, es gebe freie Plätze.

Denn auch wenn Omikron eine weniger schlimme Erkrankung auslöse, müsse man dennoch davon ausgehen, dass trotzdem sehr viele Personen ins Spital müssten. Insbesondere wenn ältere Personen krank werden, die keine Immunität haben.

Die Kantone seien daran, sich darauf vorzubereiten. Auf Intensivstationen würden wieder Zusatzbetten eingerichtet, wenn es genügend richtig ausgebildetes Personal gebe. Derzeit gebe es rund 900 Betten auf den Intensivpflegestationen.

Testregime ist laut Behörden am Limit - Priorisierung notwendig

 

Laut Gesundheitsminister Alain Berset sind die Labors wegen der rekordhohen Corona-Fallzahlen am Limit. «Wir haben Probleme mit den Kapazitäten.» Deshalb werde zurzeit eine Priorisierung beim Testregime diskutiert.

Alleine in den vergangenen zwei Wochen sei eine Million Tests analysiert worden. Künftig soll das Testen von Risikopersonen, symptomatischen Menschen sowie dem Personal von Heimen, Spitälern und kritischen Infrastrukturen Vorrang haben, wie Berset am Freitag vor den Medien in Bern skizzierte.

«Die Kantone kennen ihre Laborkapazitäten am besten», sagte der Gesundheitsminister. Gewisse Kantone hätten bereits gehandelt und die Pooltests eingeschränkt.

Laut Rebecca Ruiz werden Tests von symptomatischen Personen bereits heute in verschiedenen Kantonen priorisiert.

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