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Strassenverkehr geht wegen Corona zurück

Der Strassenverkehr ist im vergangenen Jahr im Kanton Appenzell Ausserrhoden um rund sechs Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie, beziehungsweise vor allem der Einbruch der Mobilität während dem Lockdown im Frühjahr.

23.02.2021 / 14:01 / von: pwa
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Leere Strassen: Insbesondere während der ersten Corona-Welle im Frühjahr ist der Strassenverkehr stark zurückgegangen. (Symbolbild: KEYSTONE/ASTRA)

Leere Strassen: Insbesondere während der ersten Corona-Welle im Frühjahr ist der Strassenverkehr stark zurückgegangen. (Symbolbild: KEYSTONE/ASTRA)

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Im vergangenen Jahr waren statistisch gesehen deutlich weniger Fahrzeuge auf den Ausserrhoder Strassen unterwegs. Laut einer Mitteilung des Kantons hat der Strassenverkehr im vergangenen Jahr sechs Prozent abgenommen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Die Kurven des Mobilitätsverhaltens zeigen den starken Einbruch während des Lockdowns im Frühjahr, dann den Wiederanstieg im Sommer. Im Spätherbst und gegen die Weihnachtstage, als die Arbeitnehmenden wieder vermehrt ins Homeoffice wechselten und die Gastronomie eingeschränkt wurde, ging die Mobilität erneut zurück.

Insgesamt nahm der Verkehr in Appenzell Ausserrhoden weniger stark ab als in den Agglomerationen des Mittellandes. Das ist einerseits auf die Siedlungs- und die Wirtschaftsstruktur des Kantons und andererseits auf den Tagesausflugsverkehr zurück zu führen. Die geschlossenen Grenzen, das gute Wetter, die wegfallenden Alternativen und das Bedürfnis draussen zu sein, führten tageweise auch zu Verkehrsspitzen auf den einschlägigen Routen in den Alpstein.

Die Mobilität ging auch kilometermässig zurück. Die im Mittel zurückgelegte Tagesdistanz der Bevölkerung in der Schweiz sank von rund 22 Kilometer im Februar auf fünf Kilometer im April. Im September stieg sie wieder auf knapp 20 Kilometer, bevor sie im Dezember wieder zurückging, diesmal allerdings nur auf rund 15 Kilometer. Der geringere Strassen- und Güterverkehr führte auch zu Mindereinnahmen von rund 700‘000 Franken in der Strassenrechnung des Kantons, weil weniger Benzinzoll und weniger LSVA eingenommen wurden. Weil das Jahr 2020 so stark von der Corona-Pandemie geprägt war sind auch die Verkehrszahlen nicht aussagekräftig für technische Aspekte, schreibt der Kanton.

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Georgios Kosmidis
am 24.02.2021 um 10:32
Leere Strassen, weniger CO2, ist doch positiv.