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«Superspreader-Event» macht Zürcher Gesundheitsdirektion wütend

Wegen des Superspreader-Events von vergangener Woche hat die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich die Clubgänger stark ermahnt. Die Clubs bleiben vorerst zwar noch offen. Die Kontrollmassnahmen beim Einlass müssten jedoch verschärft werden.

28.06.2020 / 18:45 / von: szw/sda
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In einem Stadtzürcher Club kam es vergangene Woche zu einem «Superspreader-Event». (SCREENSHOT: zh.ch/live)

In einem Stadtzürcher Club kam es vergangene Woche zu einem «Superspreader-Event». (SCREENSHOT: zh.ch/live)

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Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat zu einer kurzfristig angesagten Medienkonferenz in Bezug auf den Vorfall des Corona Superspreader Events von letzter Woche berufen. Der «Superspreader-Event» in einem Stadtzürcher Club hat den Kanton Zürich beunruhigt. Viele Besucher haben falsche Adressen angegeben. Dies hat die Arbeit der Ermittler stark behindert.

Trotzdem will die Regierung aktuell keine Zürcher Clubs schliessen, wie es am Sonntag an einer Medienkonferenz in Zürich hiess. Viele Partygänger beschimpften die Kontaktermittler bei ihrer Nachforschungsarbeit und hinterliessen bei den Clubbetreibern falsche E-Mail-Adressen, wie Regierungsrätin Natalie Rickli (SVP) an der Medienkonferenz sagte.

Die Zürcher Gesundheitsdirektorin zeigte sich davon enttäuscht, dass sich auch dieses Wochenende die Partygänger nicht an die Hygieneregeln hielten. Sie rief die Clubbetreiber dazu auf, die Identitätskarten der Besucher zu kontrollieren, «Fake-Namen reichen nicht.» Werden die Anweisungen nicht befolgt, so Rickli, würden Clubschliessungen in Betracht gezogen. 

Am 21. Juni war es im Kanton Zürich zum ersten sogenannten «Superspreader-Event» gekommen. Ein Mann, der in einem Stadtzürcher Club anwesend war, wurde positiv auf Covid-19 getestet. Fünf weitere Personen, die mit ihm im Club waren, entwickelten daraufhin Symptome und wurden ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet. Kommende Woche soll es nun zu einem Treffen zwischen dem Kanton und der Clubszene kommen.

Der Clubbetreiber konnte den Kontaktermittlern des Kantons Zürich eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher des Clubs vom Abend des 21. Juni überreichen. Dank der Kontaktliste konnten die Gäste des Clubs am Samstag über die notwendige Quarantäne informiert werden.

300 Personen in Quarantäne

Um die Infektionskette zu unterbrechen, ordnete der Kantonsärztliche Dienst für die knapp 300 Gäste und Angestellten des Clubs eine zehntägige Quarantäne an.

Superspreader sind sogenannte Superverbreiter des Virus. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind dies erkrankte Personen, die aus unbekannten Gründen sehr ansteckend sind.

Im Beitrag von TELE TOP äussert der Clubbesitzer vom «Hard One» zum ersten «Super Spreader Event» in der Stadt Zürich:

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Karl-Heinz Rubin
am 29.06.2020 um 11:14
Die Überheblichkeit vieler Partygänger verursacht massive Kosten.Die Überheblichkeit und der Egoismus verursacht Leid an Unbeteiligten.Sich nicht den Umständen und den Regeln anzupassen zeigt der Mangel an der nötigen Sozialkompetenz.