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SVP-Präsident spricht sich für Impfpflicht beim Pflegepersonal aus

SVP-Präsident Marco Chiesa ist gegen eine allgemeine Impfpflicht. Aber bei Pflegenden, die mit verletzlichen Menschen zu tun hätten, mache eine Impfpflicht durchaus Sinn.

16.11.2021 / 05:18 / von: sda/mco
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In der Corona-Politik ist in den letzten eineinhalb Jahren nach Ansicht von SVP-Parteipräsident und Ständerat Marco Chiesa einiges schiefgelaufen. (Archivbild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

In der Corona-Politik ist in den letzten eineinhalb Jahren nach Ansicht von SVP-Parteipräsident und Ständerat Marco Chiesa einiges schiefgelaufen. (Archivbild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Impfpflicht für alle ist nichts für ihn, jedoch unterstützt SVP-Präsident Marco Chiesa eine Impfpflicht für Pflegende, wie er in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger sagt.

Noch sicherer wären aber Tests, weil geimpfte Personen trotzdem ansteckend sein könnten. Er selber sei geimpft. Aber er werde seine Kinder nicht zwangsimpfen lassen. «Wir sollten akzeptieren, dass es Menschen gibt, die sich nicht impfen lassen wollen. Sonst riskieren wir, dass sich die Impfskeptiker radikalisieren», sagte Chiesa.

Kritik äussert der SVP-Parteipräsident am Covid-19-Zertifikat. Bei dessen Einführung sei man davon ausgegangen, dass es vor allem für Reisen ins Ausland eingesetzt werden sollte und nicht im Alltag im Inland. Das Zertifikat habe keinen epidemiologischen Wert, sondern sei nur ein Disziplinierungsinstrument.

Vieles sei während der Coronakrise in den letzten eineinhalb Jahren schiefgelaufen. Bei den Masken und Impfdosen habe die Schweiz zu lange warten müssen, übt Chiesa Kritik an der Politik des Bundesrates und des Bundesamtes für Gesundheit. Und die Regierung habe sich viel zu spät um die ältere Bevölkerung gekümmert.