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Tausende Menschen demonstrieren in Luzern gegen Corona-Massnahmen

Die Corona-Pandemie bewegt weiter: In Luzern sind am Samstagnachmittag über 4'000 Personen zusammengekommen, um gegen die Impfkampagne und coronabedingte Einschränkungen zu demonstrieren. Ein Polizist wurde im Laufe der Kundgebung angegriffen und verletzt.

31.07.2021 / 14:45 / von: sda/jmi
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 Schweizerfahnen und keine Masken: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Massnahmen besammeln sich in Luzern. (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Schweizerfahnen und keine Masken: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration gegen die Corona-Massnahmen besammeln sich in Luzern.(Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

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Organisiert worden war der Anlass vom «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Das Bündnis war auch am Referendum gegen die Covid-19-Gesetzgebung beteiligt.

Die Kritikerinnen und Kritiker der Corona-Politik versammelten sich auf dem Mühleplatz in der Luzerner Altstadt. Angeführt von den «Freiheitstrychlern», zogen sie der Reuss entlang zum Bahnhof und dann zum Carparkplatz Inseli hinter dem KKL Luzern, um dort die Kundgebung abzuhalten. Wegen des Marsches wurde der Verkehr auf der Luzerner Hauptverkehrsachse während 30 Minuten angehalten.

Zwei Festnahmen

Die Organisatoren sprachen von 4'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ein Sprecher der Luzerner Polizei schätzte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Zahl auf 4'500 bis 5'000. Am Rande der Kundgebung wurde ein Polizist von zwei Personen angegriffen und verletzt. Er wurde ins Spital eingeliefert. Zwei Personen seien vorübergehend festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten kritisierten, dass die Corona-Politik die Freiheit unnötig und viel zu stark einschränke. «Freiheit ist systemrelevant», hiess es auf einem Transparent.

Dass vom Coronavirus eine Gefahr ausgehe, wurde bestritten («Corona-Fatamorgana»). Der Politik wurde vorgeworfen, sie sei korrupt und sie wolle mit den Impfungen und dem Covid-Zertifikat eine Zweiklassengesellschaft schaffen.

Gegen solche Verschwörungsmythen wandte sich eine Standkundgebung des linken «Bündnis Buntes Luzern» am gegenüberliegenden Seeufer am Nationalquai. An diesem Anlass nahmen rund 100 Personen teil. Die Polizei teilte mit, sie habe die beiden bewilligten Kundgebungen voneinander getrennt halten können.

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