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Unicef sammelt für Corona-Nothilfe in Indien

Indien wird von der zweiten Corona-Welle überrollt und dem Land geht der Sauerstoff aus. Das Gesundheitssystem ist am Anschlag, die Spitalbetten werden knapp und wichtige Güter im Kampf gegen die Pandemie fehlen. Unicef Schweiz sammelt aktuell Spenden für die Corona-Nothilfe in Indien. RADIO TOP hat mit dem Hilfswerk über die Situation im Land und die Nothilfe gesprochen.

17.05.2021 / 17:10 / von: asl
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Neben der Anlieferung von Sauerstoffanlagen, die es braucht um Sauerstoff zu produzieren, setzt sich Unicef in Indien auch für die Prävention ein. Dazu gehört auch die Teststrategie. (Archivbild: AP Photo/Anupam Nath)

Neben der Anlieferung von Sauerstoffanlagen, die es braucht um Sauerstoff zu produzieren, setzt sich Unicef in Indien auch für die Prävention ein. Dazu gehört auch die Teststrategie. (Archivbild: AP Photo/Anupam Nath)

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In Indien stösst das Gesundheitssystem an seine Grenzen. Die zweite Corona-Welle hat das Land schwer getroffen. Anfang Mai wurden über 400'000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. RADIO TOP hat mit Jürg Keim, Leiter der Medienstelle von Unicef Schweiz, über Situation im Land gesprochen. «Die ganze Situation ist mit nichts zu vergleichen, was diese Region jemals gesehen hat. Die Menschen sterben Sprichwörtlich auf der Strasse weg, weil sei keinen Zugang zum Spital haben.»

Laut Keim ist die Situation «seit mehreren Wochen so dramatisch». Die Spitäler sind überlastet, wichtige Güter wie Sauerstoff und Medikamente werden knapp im Land. Wie das Hilfswerk auf seiner Webseite in einem News-Update zur Corona-Krise in Indien schreibt, sind durch den schnellen Anstieg der Fälle Menschen aller Altersgruppe betroffen von einer Infektion. Unter ihnen auch Kinder und Säuglinge. Zusätzlich bringt die Überlastung des Gesundheitswesens auch ein erhöhtes Risiko für Kinder und ihre Mütter mit, welche aktuell nicht genügend versorgt werden können.

«Unicef hat weltweit eine Nothilfe gestartet, um die indische Regierung in dieser Situation zu unterstützen», sagt Jürg Keim im Interview mit RADIO TOP. Auch Unicef Schweiz sammelt Spenden für die Corona-Nothilfe. Spenden können über unicef.ch getätigt werden. «Das gespendete Geld läuft unmittelbar in die Nothilfe», so Keim weiter.

Im Interview mit RADIO TOP spricht Jürg Keim, Leiter der Medienstelle von Unicef Schweiz, über die Situation in Indien und die Corona-Nothilfe:

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Neben der Anlieferung von Sauerstoffanlagen, die es braucht um Sauerstoff zu produzieren, setzt sich Unicef in Indien auch für die Prävention ein. Dazu gehört auch die Teststrategie. «Die Unicef hat bereits mehrere PCR-Anlagen nach Indien geschickt. Denn für die Teststrategie braucht es die entsprechende Infrastruktur und diese war bis anhin zu wenig vorhanden in Indien», sagt Keim. Auch Schutzmasken und Schutzmaterial für das Gesundheitspersonal hat die Unicef nach Indien geliefert.

Aber auch die Sensibilisierung macht laut Keim eine wichtige Aufgabe der Präventionsarbeit von Unicef aus: «Sie sensibilisiert die Bevölkerung darauf, dass sie die Präventionsmassnahmen, die man selber machen kann, wie Abstand halten und Hygiene in ihren täglichen Ablauf einbauen.»

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