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Viele ältere Menschen scheren sich nicht um das Coronavirus

Die Anweisungen des Bundesrats sind unmissverständlich. Bleiben Sie zu Hause. Obwohl für ältere Menschen ein hohes Risiko besteht, dass eine Ansteckung mit dem Coronavirus im Spital endet, gehen viele immer noch einkaufen und gefährden damit nicht nur sich selber, sondern die ganze Bevölkerung.

19.03.2020 / 13:01 / von: mco
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Laut Gabriela Bieri, Leiterin der Pflegezentren der Stadt Zürich, ist spazieren erlaubt, jedoch am besten alleine. (Symbolbild: pixabay.com/Antranias)

Laut Gabriela Bieri, Leiterin der Pflegezentren der Stadt Zürich, ist spazieren erlaubt, jedoch am besten alleine. (Symbolbild: pixabay.com/Antranias)

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Falls zu viele Menschen sich gleichzeitig mit dem Coronavirus anstecken, reichen die Kapazitäten der Spitäler in der Schweiz nicht mehr aus, um alle Patienten zu behandeln. Patienten müssten dann abgewiesen werden, obwohl sie dringend ärztliche Hilfe benötigen. Damit dieser Fall nicht eintritt, gilt es sich an die Regeln des Bundesrats zu halten:

Bleiben Sie zu Hause, insbesondere, wenn Sie krank oder 65 Jahre alt oder älter sind. Es sei denn, Sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause aus arbeiten, oder Sie müssen zum Arzt oder zur Apotheke gehen, oder Sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen. Der Bundesrat und die Schweiz zählen auf Sie!

Trotz der Aufforderung sind viele Senioren und Seniorinnen ausser Haus unterwegs. Sie gehen weiterhin einkaufen oder spazieren und pflegen soziale Kontakte. Die sozialen Kontakte seien etwas vom Wichtigsten, wenn man ein bisschen älter ist, meint Peter Burri Follath von Pro Senectute Schweiz im Interview mit RADIO TOP. Deshalb falle es den älteren Menschen schwer, ihr Verhalten zu ändern.

Weil es im Moment nicht möglich ist, andere Personen zu treffen, rät Burri, dass sie sich über das Telefon oder die sozialen Medien mit dem Umfeld austauschen sollen. Die aktuelle Situation könne auch als Chance angesehen werden, sich Wissen über die neuen Technologien anzueignen.

Gabriela Bieri, Leiterin der Pflegezentren der Stadt Zürich erklärt im Interview mit RADIO TOP, dass es wichtig ist für ältere Menschen, sich an der freien Luft zu bewegen. Noch wichtiger ist es jetzt aber, dies alleine zu tun. Kontakt mit anderen Menschen, ausser mit Mitbewohnern, sei zu vermeiden. Einkäufe sollten die älteren Menschen unbedingt an die Nachbarn oder jüngere Familienmitgliedern delegieren.   

Der ganze Beitrag von RADIO TOP kann hier nachgehört werden:

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Joachim von Kienitz
am 20.03.2020 um 09:38
Die Älteren sind nicht leichtsinnig, sondern nicht so blöd auf die Hysterie herein zu fallen.