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«Viele Junge haben wegen der Pandemie Zukunftsängste»

Feiern verboten, Zuhause bleiben, abwarten, Tee trinken: Nach einem Jahr Pandemie können viele Jugendliche nicht mehr. Immer mehr von ihnen leiden pandemiebedingt unter Depressionen und suchen daher Hilfe bei Beratungsstellen. Betroffene Hilfsorganisationen schlagen nun Alarm und fordern die Politik zum Handeln auf.

25.05.2021 / 17:48 / von: jeh/mma
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Immer mehr Jugendliche leiden pandemiebedingt unter Depressionen und suchen daher Hilfe. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Immer mehr Jugendliche leiden pandemiebedingt unter Depressionen und suchen daher Hilfe. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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«Die psychische Gesundheit der Jugend gehört auf die politische Agenda», sagt Marcel Wisler, Mediensprecher von Pro Mente Santa. Die Organisation stelle seit einem Jahr eine Zunahme an Beratungsgesprächen von Jugendlichen fest, die unter den Folgen der Pandemie leiden. Aus diesem Grund verfasste die Stiftung gemeinsam mit zwei anderen Organisationen einen offenen Brief und fordert darin die Politik zum Handeln auf: «Wir wollen, dass mehr in die psychische Gesundheit der Jugend investiert wird», so Wisler. Diese seien aufgrund der Pandemie zunehmend mit Zukunftsängsten, Depressionen und Suizidgedanken konfrontiert. Man habe viel in die Wirtschaft und die Gesellschaft investiert – nun seien die Jungen dran.

Dies liegt auch im Interesse der Dargebotenen Hand, Mitunterzeichnerin des Briefes. Geschäftsleiterin Sabine Basler: «Der Ansturm auf unsere Beratungsstelle ist derart gewachsen in diesem Jahr, dies zeigt die Problematik eindeutig auf.» Auch dem Fachverband Public Health Schweiz liegt eine Investition in die psychische Gesundheit der Jugend am Herzen: «Das ist die nächste Generation, diese gilt es zu schützen», sagt Geschäftsleiterin Corina Wirth.

RADIO TOP sprach mit den Organisationen über ihr Anliegen:

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Die Organisation Pro Mente Sana fordert die Jugendlichen auf, sich am Wochenende vom 29. und 30. Mai 2021 telefonisch unter 0848 800 858 zu melden. Laut Pro Menta Sana ermögliche dies, herauszufinden, wo die Probleme junger Personen liegen und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu finden.

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