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Wirtschaftsverband Economiesuisse fordert noch kürzere Quarantäne

Die wegen der Mutation Omikron stark steigenden Fallzahlen zwingen immer mehr Personen in Isolation oder Quarantäne. Economiesuisse fordert deshalb eine Neubeurteilung der Quarantäneregeln. Die USA haben die Frist bereits auf fünf Tage reduziert. Das will der Wirtschaftsverband auch für die Schweiz.

05.01.2022 / 17:17 / von: mle
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Die USA haben die Quarantänezeit bereits auf fünf Tage reduziert. (Symbolbild: Pixabay.com/Alexandra_Koch)

Die USA haben die Quarantänezeit bereits auf fünf Tage reduziert. (Symbolbild: Pixabay.com/Alexandra_Koch)

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Rund 86'000 Personen befinden sich in der Schweiz Stand Mittwoch in Isolation, gut 33'000 in Quarantäne. Mit der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante ist zu erwarten, dass die Anzahl Personen, die sich in Isolation oder Quarantäne befinden, noch weiter zunehmen wird.

Bereits heute sind Personalausfälle für gewisse Unternehmen ein Problem und sie müssen die Produktion drosseln oder ihr Angebot reduzieren. So beispielsweise Stadtbus Winterthur oder die SZU-Bahn. Der Dachverband der Schweizer Wirtschaft Economiesuisse erwartet, dass sich diese Engpässe in den nächsten Tagen noch verschärfen. Daher fondern sie, das Kosten-Nutzen-Verhältnis der geltenden Regeln bezüglich Isolation und Quarantäne zu überprüfen.

Aktuell gilt seitens Bund die Vorgabe, dass eine Isolation zehn Tage zu dauern hat. Die meisten Kantone sind allerdings der Empfehlung des Bundes gefolgt und haben Quarantäne von zehn auf sieben Tage reduziert.

Neue Erkenntnisse zur Ansteckungsphase

Die USA sind der Schweiz diesbezüglich einen Schritt voraus. Am 27. Dezember 2021 hat die Gesundheitsbehörde CDC (Center for Disease Control and Prevention) die Dauer der Isolation und der Quarantäne verkürzt. Infizierte, die nach einem positiven Test in Isolation sind, und Personen, die sich in Kontaktquarantäne befinden, können sich nach fünf Tagen wieder frei bewegen, sofern sie beschwerdefrei sind.

Die CDC stützt ihre Entscheidung auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Diese besagen, dass der Grossteil der Ansteckungen im frühen Stadium der Erkrankung erfolgen. Das heisst, ein bis zwei Tage vor Auftreten der Symptome und zwei bis drei Tage danach. Daher ist die CDC der Ansicht, dass eine fünftägige Frist reicht, um die Ansteckungsgefahr, die von einer infizierten Person ausgeht, ausreichend zu verringern.

Ausfälle und Einschränkungen verhindern

Economiesuisse fordert in einer Mitteilung eine schweizweite Verkürzung der Quarantäne und der Isolation auf fünf Tage für Personen, die zu diesem Zeitpunkt symptomfrei sind. Damit könne die Gefahr von Produktionsausfällen gesenkt werden und es dürfte zu weniger Einschränkungen beim Infrastrukturangebot kommen. Zudem könne die Bevölkerung so ihr Alltagsleben früher wieder aufnehmen.

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