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Zertifikatspflicht schlägt auf Beizenumsätze

Die Zertifikatspflicht kostet die Beizen enorm viel Geld. Dies belegen erste Echtzeit-Daten der Universität St.Gallen. Fast 20 Millionen Franken weniger wurden vergangene Woche in Restaurants ausgegeben. Vor allem auf dem Land leiden die Beizen.

22.09.2021 / 07:37 / von: mma/sda
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Viele Plätze in den Restaurants blieben letzte Woche leer. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Viele Plätze in den Restaurants blieben letzte Woche leer. (Symbolbild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Die Zertifikatspflicht kostet die Gastrobranche einen Haufen Geld. Das zeigen Konsumentenzahlen aus dem Bericht von «Monitoring Consumption Switzerland» der Universität St.Gallen.

Vergangene Woche wurden in Schweizer Beizen rund 18.9 Millionen Franken weniger ausgegeben, berichtet der «Tages-Anzeiger». Das entspricht einem Rückgang von etwa 17 Prozent. Damit ist der Umsatzrückgang so stark wie noch nie seit der Wiedereröffnung der Gastrobetriebe.

Ein Blick in die Daten zeigt, dass die Gastrobetriebe auf dem Land und in den Agglomerationen stärker unter der Zertifikatspflicht leiden als jene in der Stadt. In den Städten ging der Umsatz um 12 Prozent zurück. In den Agglomerationen beträgt der Rückgang 20.8 Prozent und auf dem Land gar 28 Prozent. Grund dafür könnte die tiefere Impfquote in ländlichen Gebieten sein.

GastroSuisse fordert weitere Entschädigungen für Umsatzausfälle

Der Restaurant- und Hotellerie-Verband GastroSuisse fordert eine Entschädigung für die durch die Umsetzung der Zertifikatspflicht entstandenen Umsatzrückgänge. Für die zusätzlichen Umsatzrückgänge müssten gemäss Vizepräsident Massimo Suter weitere Ausfallentschädigungen fliessen. Dabei seien die Obergrenzen aufzuheben. Vom Bund fordert der Verband ein Ausstiegsszenario. Denn die Branche brauche Planungssicherheit und müsse wieder zur Normalität zurückfinden.

In einem Corona-Positionspapier wurden gegenüber der Regierung weitere Forderungen gestellt. So soll bei den Kurzarbeitsentschädigungen weiterhin das vereinfachte Verfahren und die summarische Abrechnung angewendet werden. Die Kontaktdatenerfassung bei den Clubs und Diskotheken sei zudem obsolet geworden und müsse sofort aufgehoben werden. Zudem müssten die Gratis-Tests weitergeführt werden.

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