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Ausserrhoden ohne Geld: Keine archäologischen Grabungen in Urnäsch

Bei einem Bauprojekt in Urnäsch sind archäologische Funde aufgetaucht. Der Kanton will nun aber aus finanziellen Gründen auf eine Rettungsgrabung verzichten. Der geplante Neubau des Gemeindehauses kann damit fortgesetzt werden.

20.11.2019 / 11:28 / von: nst/sda
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Die Forschungsarbeiten müssen abgebrochen werden. (Bild:Pixabay.com/Free-Photos)

Die Forschungsarbeiten müssen abgebrochen werden. (Bild:Pixabay.com/Free-Photos)

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«Aufgrund der Ergebnisse der Sondiergrabung wäre eine Rettungsgrabung aus rein wissenschaftlicher Sicht angezeigt», schreibt der Kanton Appenzell Ausserrhoden am Mittwoch in einer Mitteilung.

Es geht dabei um Ausgrabungen auf dem Areal des ehemaligen Friedhofs bei der reformierten Kirche in Urnäsch. Sie wurden seit dem Sommer vom Amt für Archäologie Thurgau durchgeführt. Ausserrhoden hat keine eigene Kantonsarchäologie.

Weitreichende Sparbemühungen Nun müssen die Forschungsarbeiten abgebrochen werden: «Eine Rettungsgrabung verursache erhebliche Kosten, die in keiner Planung enthalten seien, heisst es in der Mitteilung.» 

Angesichts der angespannten Finanzlage des Kantons sei «bei allen Ausgaben grösstmögliche Zurückhaltung» zu üben. «Vor dem Hintergrund der weitreichenden Sparbemühungen wäre es nicht zu verantworten, für eine isolierte Rettungsgrabung mit unsicherem Erkenntnisgewinn mehrere hunderttausend Franken auszugeben.»

Die archäologischen Funde und Schichten im Bereich des Neubaus werden zerstört. Gebeine, die bei den Bautätigkeiten zu Tage kommen, würden voraussichtlich im Gemeinschaftsgrab auf den neuen Friedhof in Urnäsch überführt.

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