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Bisher sechs Millionen für die Olma-Kapitalerhöhung

Die Olma Messen haben einen ersten Zwischenstand für die geplante Kapitalerhöhung bekanntgegeben: Bisher kamen 6 Millionen der angestrebten 20 Millionen Franken zusammen. Nächste Woche stehen die Parlamentsentscheide über die Umwandlung von Darlehen in Kapital an.

23.11.2022 / 14:18 / von: cna/sda
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Die Olma Messen brauchen mehr Kapital. Bis im Frühjahr 2024 sollen 20 Millionen Franken zusammenkommen. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Die Olma Messen brauchen mehr Kapital. Bis im Frühjahr 2024 sollen 20 Millionen Franken zusammenkommen. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Am kommenden Montag wird der Kantonsrat und am folgenden Dienstag das St. Galler Stadtparlament darüber entscheiden, ob die 2020 den Olma Messen gewährten Darlehen von je 8,4 Millionen Franken in Kapital umgewandelt werden sollen.

Vor diesen Debatten haben nun die Olma Messen über den Zwischenstand bei der angestrebten Kapitalerhöhung informiert. Starke Signale kämen von Gewerbe, Landwirtschaft und bestehenden Genossenschaftern, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Bisher seien 6 Millionen Franken zusammengekommen.

Sowohl der kantonale wie auch der städtische Gewerbeverband mit den Subgenossenschaftern hätten das Genossenschaftskapital um total eine Viertelmillion aufgestockt. Pro City St. Gallen engagiere sich neu als Genossenschafterin.

Einen grossen Rückhalt gebe es von der Landwirtschaft. Zahlreiche Verbände aus diesem Umfeld hätten ihre bestehenden Anteile erhöht, teilweise um rund 50 Prozent. Unter anderem engagiere sich die LAVEBA Genossenschaft mit Marken wie Landi, Agrola oder Ufa mit einer halben Million Franken. Ein bedeutender Beitrag komme auch von den vereinigten Milchbauern Mitte-Ost.

Das Publikum kann bereits seit Mitte August Aktien für die geplante Akteingesellschaft reservieren. Von Privatpersonen seien bereits 3500 Aktien reserviert worden, heisst es in der Mitteilung. Eine Aktie wird 1100 Franken kosten.

Gespräche laufen

Mit diesem ersten Zwischenergebnis sei man zufrieden, erklärte Christine Bolt, Direktorin der Olma Messen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es liefen weiterhin viele Gespräche mit Verbänden und Unternehmen. Für die Zusagen brauche es «mehr als ein Brief oder ein Telefon».

Die Olma-Direktorin erhofft sich von den Parlamentsentscheiden von nächster Woche eine zusätzliche Signalwirkung. Die Stadt hat die grösste Beteiligung an der Genossenschaft, der Kanton die drittgrösste. Bis im Frühjahr 2024 gibt sich das Unternehmen Zeit, das angestrebte Kapital zusammenzubringen.

Mitte August hatten die Olma Messen bekannt gegeben, wie sie ihre finanziellen Probleme lösen wollen. Zu schaffen machen dem Unternehmen die Ausfälle wegen der Corona-Pandemie. Eine weitere Belastung ist der Bau der Halle 1, die wegen der Teuerung mehr kosten wird als angenommen.

Der erste Schritt zur Sanierung ist die Umwandlung der Darlehen von Stadt und Kanton in Kapital. Im April 2023 könnte dann die heutige Genossenschaft in eine AG umgewandelt werden. Insgesamt soll das Aktienkapital um 36,8 Millionen Franken erhöht werden. 16,8 Millionen stammen von den Darlehen. Von den restlichen 20 Millionen sind bisher 6 Millionen Franken zusammengekommen.

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