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Machen Schweizer Prominente wie Roger Federer Schleichwerbung?

Tennis-Star Roger Federer oder Mode-Influencerin Xenia Tchoumitcheva: Wie müssen sie Werbung auf sozialen Medien kennzeichnen? Der Schweizer Konsumentenschutz reicht nun erstmals Beschwerde gegen sie und weitere Schweizer Prominente ein.

24.06.2019 / 13:42 / von: nfr
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Nun wird geprüft, ob Roger Federer mit diesem Post Schleichwerbung betrieben hat. (Bild: instagram.com/rogerfederer)

Nun wird geprüft, ob Roger Federer mit diesem Post Schleichwerbung betrieben hat.(Bild: instagram.com/rogerfederer)

Auch Xenia Tchoumitcheva hat diesen Post laut Konsumentenschutz nicht ausreichend gekennzeichnet. (Bild: instagram.com/xenia)

Auch Xenia Tchoumitcheva hat diesen Post laut Konsumentenschutz nicht ausreichend gekennzeichnet.(Bild: instagram.com/xenia)

Jolanda Neff hat sich bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission für ihren Post entschuldigt. (Bild: instagram.com/jolandaneff)

Jolanda Neff hat sich bei der Schweizerischen Lauterkeitskommission für ihren Post entschuldigt.(Bild: instagram.com/jolandaneff)

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Unter anderen soll Mountainbikerin Jolanda Neff, Tennis-Ass Roger Federer oder Mode-Influencerin Xenia Tchoumitcheva auf Instagram Schleichwerbung betrieben haben. Jetzt handelt dagegen zum ersten Mal die Schweizerische Stiftung für Konsumentenschutz, wie die SRF-Sendung «10vor10» berichtet. Der Konsumentenschutz hat gegen mehrere Schweizer Prominente bei der Lauterkeitskommission Beschwerde erhoben.

«Werden fürs Loben bezahlt»

Die Persönlichkeiten haben laut Konsumentenschutz die Werbung nicht ausreichend gekennzeichnet. «Gerade Prominente haben grossen Einfluss auf ihre zum Teil sehr jungen Follower», sagt Sara Stalder, Geschäftsleiterin Konsumentenschutz, gegenüber SRF. Deshalb sei es wichtig, dass sie auf den sozialen Medien offenlegen, dass sie ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht einfach so toll finden, sondern fürs Loben bezahlt werden. In Zukunft sollen Beiträge beispielsweise mit einem Button direkt auf dem Bild von privaten Posts unterschieden werden.

«Entscheid als Orientierungshilfe wichtig»

Der Kommunikationsbeauftragte der Lauterkeitskommission Thomas Meier kann sich nicht zu den eingegangenen Beschwerden äussern. Er betont gegenüber SRF aber, dass ein Entscheid wichtig sei, an dem man sich orientieren könne.

Der Konsumentenschutz hat pro Persönlichkeit gegen je einen Post auf Instagram Beschwerde erhoben. Der Anwalt von Roger Federer zeigt sich überzeugt, dass die Beschwerden abgewiesen werden. Weiter heisst es, dass Federer die Öffentlichkeit stets transparent über sein Sponsoringtätigkeit informiere. Ähnlich tönt es bei den anderen Persönlichkeiten, gegen die eine Beschwerde erhoben wurde.

Die Lauterkeitskommission wird in den nächsten Wochen oder Monaten ihr Urteil fällen. Sanktionsmöglichkeiten hat sie keine.

Der Medien-Anwalt Martin Steiger im Interview mit RADIO TOP zu diesen Beschwerden:

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