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#OAF19: 23 Verhaftungen, 50 Diebstähle und aussergewöhnlich viele Pyros

Das Openair Frauenfeld lockte in den letzten 4 Tagen rund 180'000 Musikfans aus der ganzen Welt auf die Grosse Allmend. Abgesehen von einigen kleineren Zwischenfällen verlief das Festival friedlich. Hier einige Zahlen zum OAF2019.

15.07.2019 / 01:20 / von: abl
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Das Openair Frauenfeld verlief grösstenteils friedlich. (Bild: RADIO TOP/Andrea Blatter)

Das Openair Frauenfeld verlief grösstenteils friedlich. (Bild: RADIO TOP/Andrea Blatter)

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Das Openair Frauenfeld ist das grösste HipHop-Festival des Kontinents. Das bedeutet: vier Tage lang Camping, Konzerte und Spass.

Vom Auftakt am Donnerstag blieb vor allem das Konzert von Cardi B in Erinnerung, das gerade einmal 40 Minuten dauerte - kaum genügend Zeit um die schnellste windbetriebene Wasserrutsche der Welt zu testen.

Am Freitag war sich Petrus nicht ganz sicher, was es denn nun sein sollte: Regen, Sonne, oder doch Gewitter? Unbehelligt vom Wetter spielten unter anderem G-Eazy und Travis Scott ihre Shows.

Die Stimmung am Samstag war lange etwas verhalten, später am Abend dann dafür umso besser. Unser Festival-Team machte sich am #StylerSamstag auf die Suche nach den besten Openair-Outfits und -frisuren.

Und am Sonntag ist der Zauber nun auch schon wieder vorbei. Hier deshalb noch einmal eine kurze Bilanz zum Nachhören:

audio

Und eine Bilanz zum Nachlesen in Zahlen:

180'000 Fans, die für

61 Künstler aus der ganzen Welt anreisen.

Dazu 6500 Helfer, die für Sicherheit, Verpflegung und Ordnung sorgen.

200 Influencer, die über das Openair Frauenfeld berichteten, unter anderem über die

dutzenden Essens- und Getränkestände,

vier Partyzelte

und vier Bühnen,

dazu eine Migros-Filiale, ein Street Gym und einen Basketballplatz,

verteilt auf einer Fläche von 68 Fussballfeldern.

Die Campingplätze sind während 96 Stunden geöffnet (für VIPs und Early Birds, während 80 Stunden für alle anderen).

Der administrative Aufwand für die Organisation eines derartigen Festivals ist riesig. Entsprechend froh sei er auch jedes Mal, wenn das Openair wieder vorbei sei, gesteht Joachim Bodmer, Mediensprecher des OAF. «Positiv war das Festival dann, wenn alle gesund wieder zu Hause sind».

Grundsätzlich sei er sehr zufrieden mit der diesjährigen Ausgabe, so Bodmer. Aus Sicht der Veranstalter ist das Openair Frauenfeld erfolgreich verlaufen, abgesehen von einzelnen Ausfällen des Cashless-Systems. Die Festivalbesucher auf der anderen Seite übten noch in einigen anderen Punkten Kritik. So fehlten beispielsweise die Wasserstellen in Bühnennähe

Andererseits sorgte die Zeltrückgabe für rote Köpfe - so konnten Festivalbesucher ihr Zeltdepot in der Nacht auf Sonntag nicht einlösen, weil die Rückgabestellen geschlossen waren. Davon wollen die Veranstalter nichts wissen: «Die Stellen sind jeweils den ganzen Tag geöffnet. Den Besuchern bleibt also genügend Zeit, ihr Depot zurückzuholen», meint Bodmer. 

Dieses Jahr testeten die Veranstalter zum ersten Mal ein neues Bändelsystem für den Einlass, bisher aber nur im VIP-Bereich. Zum Start des Openairs funktionierte das System noch nicht ganz reibungslos. Gewisse automatische Kontrollstellen wurden bereits am Donnerstag abgeklebt und Besucher konnten ohne Bändelkontrolle passieren. Noch sei es aber zu früh, um ein abschliessendes Urteil zum Bändel-System zu ziehen, so Bodmer.

Auch zum Abfall liegen bisher keine konkreten Zahlen vor. «Wir haben aber das Feedback erhalten, dass das Festivalgelände deutlich sauberer war als in anderen Jahren», so Bodmer.

Auch die Kantonspolizei Thurgau zieht ein positives Fazit des Festivals. «Es wär grundsätzlich ein sehr friedliches Jahr», so Matthias Graf von der Kapo. Einige Zahlen zur Polizeibilanz:

50 Diebstähle wurden im Lauf des Festivals angezeigt, die meisten davon während der grossen Konzerte auf dem Campingplatz.

Insgesamt wurden 23 Personen festgenommen, darunter 9 davon wegen mutmasslicher Diebstähle, 8 wegen Drogenbesitz, 3 wegen Tätlichkeiten. 

Die Sanität zählte knapp 2'000 Konsultationen, 46 Personen mussten ins Spital, die meisten davon wegen Alkohol- oder Drogenvergiftungen.

Die Feuerwehr musste wegen 2 Bränden ausrücken.

Auffällig sei dieses Jahr gewesen, dass aussergewöhnlich viele Pyros gezündet wurden. Praktisch an jedem Konzert stieg irgendwann roter oder schwarzer Rauch auf. «Es ist noch zu früh für Konsequenzen aus dieser Beobachtung», so Graf. Allerdings prüfe man, ob im nächsten Jahr zusätzliche Massnahmen nötig seien, um gegen Pyro-Zünder vorzugehen.

Und apropos nächstes Jahr: 359 Tage dauert es noch bis zum nächsten OAF.

 

Thank you for a wonderful OAF19! See you on July 09- 11 at #OAF20 <3 pic.twitter.com/cyakvF46Ls

— Openair Frauenfeld (@OpenairFF) 14. Juli 2019

 

 

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