Pull down to refresh...
zurück

TOP TALK: Warum brodelt es momentan so stark beim Nordostschweizer Schwingerveband?

Es brodelt in der ganzen Schwingerszene gewaltig. Nicht nur beim Nordostschweizer Schwingerverband, sondern auch beim eidgenössischen Schwingerverband und unter den Schwingern selber. Warum?

20.04.2021 / 15:30 / von: rof/asl
Seite drucken Kommentare
0

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Video

Hauptgrund für die roten Köpfe ist die teilweise Öffnung des Trainingsbetriebs für die 120 besten Schwinger vom Land. Nach langer Zeit ohne Körperkontakt entschied der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) zusammen mit Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport, dass ab Mitte März die «Bösen» etwas lockere Corona-Regeln erhalten und dafür wieder ins Sägemehl zurückkehren können.

Eigentlich müsste die Schwingszene nach dieser Meldung jubeln. Endlich darf nicht nur der Nachwuchs (bis Jahrgang 2001) wieder schwingen, sondern nun auch die 120 besten Schwinger. Während der Bernisch-Kantonale Schwingerverband, der Innerschweizer Schwingerverband, der Nordwestschweizerischer Schwingerverband und der Südwestschweizer Schwingerverband den Entscheid vom ESV akzeptiert haben und mit dem Training starteten, hat sich der Nordostschweizer Schwingerverband (NOSV) dagegen gewehrt. Grund: Man wolle sich solidarisch mit den anderen Schwingern zeigen, welche nicht unter die 120 besten Schwinger fallen. Auch die besten 23 Verbandsschwinger (12 Eidgenossen und Teilverbandskranzer) zeigten sich solidarisch. Lediglich drei ihrer Teamkollegen – alles Eidgenossen – haben darauf verzichtet und den Trainingsbetrieb im Sägemehl umgehend wieder aufgenommen. Unter Ihnen der Winterthurer Schwinger und Eidgenosse Samir Leuppi.

Der eine Schwinger will trainieren und pfeift auf die Solidarität, der andere will auch trainieren, will sich aber solidarisch zeigen. Das sorgt zwangsläufig unter den Schwingern für dicke Luft. Letzte Woche dann die Einsicht. Der NOSV akzeptierte den Entscheid vom ESV doch noch und meldete seine 26 auserwählten Schwinger beim ESV an. Seit diesem Zeitpunkt trainieren nun alle 26 Nordostschweizer wieder im Sägemehl. Doch am selben Tag die nächste Meldung: ESV-Geschäftsführer Rolf Gasser verspricht, dass im kommenden Sommer wieder geschwungen wird. Und zwar nicht nur im Nachwuchsbereich, sondern auch bei den Aktiven.

Wie realistisch ist dieses Vorhaben in der aktuellen Corona-Lage? Im TOP TALK sprechen Rolf Lussi, Präsident des Nordostschweizer Schwingerverbands und Samir Leuppi, Winterthurer Schwinger über das Dilemma im Nordostschweizer Schwingerverband. Steht Samir Leuppi wegen seines Trainingsentscheids im Verband in der Kritik? Sind Schwing-Wettkämpfe im Sommer wirklich realistisch? Und wie hoch stehen die Chancen, dass die zwei eidgenössischen Schwingfeste in Appenzell und Kilchberg ZH im September 2021 wirklich stattfinden können? Alle Antworten gibt es im TOP TALK am Dienstag, 20. April um 18:30 Uhr (stündliche wiederholt) auf TELE TOP.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare