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Silber für Bencic und Golubic

Die Schweizerinnen Belinda Bencic und Viktorija Golubic gewinnen im Frauendoppel die Silbermedaille. Im Final mussten sie sich dem tschechischen Duo Krejcikova/Siniakova geschlagen geben. Für Bencic ist es bereits die zweite Olympiamedaille.

01.08.2021 / 12:08 / von: psc/sda
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Die Schweizerinnen sind für einmal geschlagen. (Bild: KEYSTONE/AP/Patrick Semansky)

Die Schweizerinnen sind für einmal geschlagen. (Bild: KEYSTONE/AP/Patrick Semansky)

Belinda Bencic und Viktorija Golubic können sich über die Silbermedaille freuen. (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

Belinda Bencic und Viktorija Golubic können sich über die Silbermedaille freuen. (Bild: KEYSTONE/LAURENT GILLIERON)

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Die zwölfte Schweizer Olympia-Medaille glänzt silbern. Die Tennisprofis Belinda Bencic und Viktorija Golubic verlieren den Doppelfinal gegen das tschechische Duo Barbora Krejcikova/Katerina Siniakova 5:7, 1:6.

Nur gut 15 Stunden nach dem emotionalen - und Kräfte raubenden - Sieg im Einzel durch Belinda Bencic konnten die beiden Schweizerinnen nur einen Satz lang ernsthaft dagegen halten. Lange wehrten sie sich gegen ein Break, als Golubic aber ihren Aufschlag zum 5:6 erstmals abgeben musste, kam das einer Vorentscheidung gleich. In der Folge gewannen Bencic und Golubic nur noch ein Game, ihren Aufschlag brachten sie gar nie mehr durch.

Im letzten Game wehrten sie zwar noch vier Matchbälle ab, eine Wende war jedoch weit entfernt. Zu stark agierten die topgesetzten und seit Jahren eingespielten Barbora Krejcikova und Katerina Siniakova. Und zu unterschiedlich waren die Kraftreserven, nachdem French-Open-Siegerin Krejcikova im Einzel früh - im Achtelfinal - gegen Bencic ausgeschieden war.

Die 24-jährige Ostschweizerin hatte auf dem Weg zum Einzel-Gold hingegen viermal in Folge über drei Sätze gehen müssen. Die Pressetermine nach dem Final vom Samstag hatte sie erst weit nach Mitternacht hinter sich gebracht.

Dennoch dürfen die Schweizerinnen uneingeschränkt zufrieden sein. Nach den verletzungsbedingten Absagen von Roger Federer, Stan Wawrinka und Jil Teichmann blieben in der Delegation nur noch Bencic und Golubic übrig. Die Mini-Truppe holte aber mit Gold und Silber fast das Optimum heraus. Und sie sorgten für die Fortsetzung der Serie von Schweizer Tennis-Medaillen, die nun seit 2008 anhält.

Bencic und Golubic beide stolz trotz Niederlage

Die Ostschweizerin Belinda Bencic ist mit ihrer Leistung zufrieden, wie sie gegenüber SRF sagt. Sie zeigt sich aber auch selbstkritisch: «Ich habe alles versucht. Es tut mir leid, ich habe heute nicht mein bestes Doppel gespielt. Aber wir haben mit grossem Kampf verloren, und das gegen das beste Doppel der Welt. Ich bin mega stolz auf uns. Die ganze Zeit hier war unglaublich, schon bei der Eröffnungsfeier hatte ich Hühnerhaut, das war das Grösste. Dann ist immer mehr dazu gekommen. Ich hatte immer das Gefühl, ich wache jetzt dann gleich auf, das kann ja nicht wahr sein. Medaille, Diplome oder Titel sind das eine, aber die Emotionen sind das, was immer bleibt.»

Und auch die Zürcherin Viktorija Golubic klopft sich auf die Schulter: «Ganz ehrlich, ich bin mega stolz. Natürlich ist man immer enttäuscht, wenn man verliert, aber schon bei der Siegerehrung konnte ich mich über Silber freuen. Belindas Energie und Fokus haben mich einmal mehr beeindruckt. Wir standen bis zum Schluss als Team auf dem Platz. Es war eine mega Woche.»

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