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«Sous la Peau»: Vom falschen Körper zum wahren Ich

Während zwei Jahren hat der Westschweizer Regisseur Robin Harsch drei Trans-Teenager auf ihrem schwierigen Weg zu ihrer wahren Identität begleitet. Sein Dokumentarfilm «Sous la Peau» ist aufwühlend und bedrückend - aber auch voller Momente des Glücks.

18.06.2020 / 14:59 / von: cgr/sda
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Der Westschweizer Regisseur Robin Harsch hat während zwei Jahren drei transgeschlechtliche Teenager begleitet. (Screenshot: Youtube/Aardvark Film Emporium)

Der Westschweizer Regisseur Robin Harsch hat während zwei Jahren drei transgeschlechtliche Teenager begleitet. (Screenshot: Youtube/Aardvark Film Emporium)

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Logan, Söan und Effie Alexandra wollten seit ihrer frühen Kindheit alle dasselbe: endlich sich selbst sein. Sich selbst heisst für sie, mit jenen äusserlichen Geschlechtsmerkmalen zu leben, denen sie sich zugehörig fühlen - Logan und Söan den männlichen, Effie Alexandra den weiblichen.

Für die drei ist die Genfer LGBTIQ-Anlaufstelle «Le Refuge» eine Art zweites Zuhause. Hier treffen sie auf Gleichgesinnte, werden von Fachpersonen beraten und auf ihrem Weg zu einem neuen Körper, einer neuen Identität oder eben, dem wahren Ich, begleitet.

Wie emotional und komplex dieser Prozess ist, zeigt der Film in aller Deutlichkeit: 

Robin Harsch geht es aber nicht darum, die Tragik eines Lebens im falschen Körper auszuschlachten. Es geht um die Metamorphose, und die bedeutet für die Protagonisten letztlich ein Befreiungsschlag. Am schwierigsten, so scheint es, ist die Umwandlung für die Eltern. Sie kommen oft zu Wort - es sind tief berührende Aussagen. So beschreibt eine Mutter den Prozess etwa so, wie wenn sie ihr Kind an den Tod verloren hätte.

Dabei fängt für Logan, Söan und Effie Alexandra das Leben erst richtig an. Das erkennen nicht nur die Eltern, das spürt auch der Zuschauer. Und so ist «Sous la Peau» ein Film, der Freude macht, weil er mutige Menschen auf ihrem Weg vom Unglück ins Glück begleitet.

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