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«Am Rhein unten muss endlich etwas gehen»

RADIO TOP stellt die sieben Kandidatinnen und Kandidaten für den Schaffhauser Stadtrat vor. Darunter Daniel Preisig (SVP), der seit über fünf Jahren für die Stadtfinanzen verantwortlich ist. Sein ursprünglich erlerntes Handwerk ist aber ein völlig anderes: Uhrmacher. Im Interview spricht er denn auch nicht nur über politische Visionen, sondern auch über Smartwatches.

12.08.2020 / 17:13 / von: sfa/mle
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Daniel Preisig von der SVP will in den Schaffhauser Stadtrat. (Bild: daniel-preisig.ch)

Daniel Preisig von der SVP will in den Schaffhauser Stadtrat. (Bild: daniel-preisig.ch)

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Die Stadt Schaffhausen wählt am 30. August ihren Stadtrat neu. Unter den fünf bisherigen Stadträten gibt es einen Rücktritt: Simon Stocker von der AL stellt sich nach rund sieben Jahren im Stadtrat nicht zur Wiederwahl. Die AL hat es allerdings nicht geschafft, einen Nachfolger für Stocker zu finden. Damit der Sitz in linker Hand bleibt, unterstützt die AL stattdessen die SP-Kandidatin Christine Thommen.

Thommen erhält allerdings Konkurrenz von rechts: Die Bürgerlichen wollen die links-grüne Mehrheit im Schaffhauser Stadtrat brechen und haben zwei Kandidaten aufgestellt, um Stockers Sitz zu erobern. Für die SVP tritt Michael Mundt an, für die FDP Diego Faccani.

Neben den drei Neuen kandidieren ausserdem die vier Bisherigen Peter Neukomm (SP), Raphaël Rohner (FDP), Daniel Preisig (SVP)und Katrin Bernath (GLP). Der bisherige Stadtpräsident Peter Neukomm kandidiert als einziger nicht nur für den Stadtrat, sondern auch fürs Stadtpräsidium.

RADIO TOP stellt die insgesamt sieben Kandidatinnen und Kandidaten für die Schaffhauser Stadtratswahl in Kurzinterviews vor. An dieser Stelle den amtierenden Finanzreferenten, Daniel Preisig (SVP).

Daniel Preisig ist 44 Jahre alt und amtet seit über fünf Jahren für die SVP im Schaffhauser Stadtrat. Daneben ist er ausserdem für die SVP im Schaffhauser Kantonsrat tätig. Eigentlich wollte sich Preisig diesen Sommer für die Schaffhauser Regierungsratswahlen aufstellen lassen, um dort den SVP-Sitz von Ernst Landolt zu verteidigen, der zurücktritt. Er hat in der partei-internen Ausmarchung aber gegen den Neuhauser Gemeinderat Dino Tamagni den Kürzeren gezogen. Vor seiner politischen Karriere war Preisig ursprünglich als gelernter Uhrmacher und später als Ingenieur und Projektleiter tätig. Preisig ist verheiratet und hat ein Kind.

Daniel Preisig im Interview mit RADIO TOP:

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RADIO TOP: Deshalb gehöre ich in den Schaffhauser Stadtrat:

Ich sitze als Finanzer auf der Kasse und sorge dafür, dass das Geld nicht einfach ausgegeben wird. Aber meine zweite Rolle im Stadtrat ist der Innovationsmotor: Ich stosse gerne Projekte an und führe sie dann durch.

Das braucht die Stadt Schaffhausen wegen der Coronakrise jetzt besonders:

Wir haben Glück, dass wir in den guten Jahren, die hinter uns liegen, finanzielle Reserven anhäufen konnten. Die brauchen wir jetzt dringend, um diese Zeit unbeschadet zu überstehen.

Das ist mein liebster Ort in der Stadt Schaffhausen:

Ich bin passionierter Saunagänger. Besonders gut gefällt mir die Sauna in der Rhy Badi, die seit Kurzem von einem Verein geführt wird.

Mein liebster Sportverein aus Schaffhausen:

(lacht) Mit Sport kann ich nicht besonders viel anfangen. Ich schwitze lieber ohne Bewegung – in der Sauna.

Meine Vision für die Stadt Schaffhausen:

Die Stadt Schaffhausen soll sich weiterentwickeln, so dass wir in zehn Jahren zu den steuergünstigsten Standorten in der Schweiz gehren, damit innovative Unternehmen hierherkommen. Und auch am Rhein unten muss endlich einmal etwas gehen: direkter Rheinzugang, Beizen, Hafen, Minigolf.

Stadtrat oder Regierungsrat?

(lacht) Stadtrat.

Aber Sie haben sich doch SVP-intern beworben, um Nachfolger von Ernst Landolt im Regierungsrat zu werden?

Ja das stimmt, ich bin ja auch im Kantonsrat und sehe so, dass es auf Kantonsebene viel zu tun gibt – aber das gilt auch für die Stadt. Die Nomination ist vorbei und darüber bin ich auch nicht besonders traurig, denn ich habe in der Stadt einen tollen Job mit tollen Projekten, zum Beispiel das Elektrobusprojekt und das Stadthausgeviert.

Smartwatch oder analoge Uhr?

Eine analoge, mechanische Uhr. Ich bin ja Uhrmacher. Ich bin gleichzeitig aber sehr technik-begeistert. Es braucht wohl beides: Den Fortschritt, mit Computertechnologie, und das schöne, mechanische Handwerk – und das am liebsten am Handgelenk.

Die Interviews mit den übrigen Schaffhauser Stadtratskandidaten werden im Verlauf der Woche ebenfalls auf RADIO TOP ausgestrahlt und auf TOP ONLINE aufgeschaltet. 

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