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«Applaus reicht nicht aus»

Rund 200 Personen, überwiegend aus dem Pflegebereich, haben am Montagabend in Schaffhausen für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege demonstriert. Mit der Kundgebung wollen sie die Bevölkerung davon überzeugen, am 28. November Ja zur eidgenössischen Pflegeinitiative zu stimmen.

19.10.2021 / 18:44 / von: lju/mst
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Die Demonstrierenden warben mit ihrer Kundgebung für ein Ja zur eidgenössischen Pflegeinitiative. (Bild: TOP-Medien)

Die Demonstrierenden warben mit ihrer Kundgebung für ein Ja zur eidgenössischen Pflegeinitiative. (Bild: TOP-Medien)

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Zu wenig Personal und zu wenig Zeit, um alle Patientinnen und Patienten adequat zu betreuen, zu tiefe Löhne und schwierige Arbeitszeiten. Diese – in den Augen der Demonstrierenden – unhaltbaren Zustände im Pflegebereich müssten verbessert werden, finden die rund 200 Personen, die am Montagabend in Schaffhausen auf die Strasse gingen. Sie warben mit ihrer Kundgebung für ein Ja zur eidgenössischen Pflegeinitiative. Diese will die Stärkung des Pflegeberufes in der Verfassung verankern.

Die Solidaritätskundgebungen der Menschen mit dem Pflegepersonal während der Pandemie seien zwar sehr schön, würden aber nicht ausreichen, so der Schaffhauser SP-Kantonsrat Patrick Portmann. Für ihn ist klar: Es brauche ein Ja zur Pflegeinitiative, um den Beruf wieder attraktiver zu machen. Schätzungen zufolge werden bis 2030 über 60'000 Pflegekräfte in der Schweiz fehlen, führt Patrick Portmann weiter aus.

Die Abstimmung über die Pflegeinitiative findet am 28. November 2021 statt. Lehnt die Bevölkerung die Initiative ab, kommt ein Gegenvorschlag des Parlaments zum Zug.

Im Beitrag von TELE TOP erzählen Demonstrantinnen, wie sie die Zustände im Pflegeberuf erleben:

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am 24.10.2021 um 21:09
Mit Hilfe eines SH kantonalen Gesetzes und durch die Einsparung von Pensionskassen-Beiträge von fünf Jahren wurde ich als Pflegekraft mit der Vollendung des 60-zigsten Lebensjahr, im vollen Besitz meiner geistigen und körperlichen Kräfte, vor der Corona Zeit in die Früh-Zwangs-Pensionierung geschickt. Da muss man sich nicht wundern wenn es jetzt schon einen Mangel am Pflegepersonal hat. Diese Früh-Zwangs-Pensionierung trifft nicht nur einzelne Personen, sondern hat System.