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Bund ermittelt gegen Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen

Das Bundesamt für Energie (BFE) eröffnet ein Verwaltungsstrafverfahren gegen das EKS. Es geht um den Vorwurf, dass Kundenadressen aus dem Monopolbereich für andere Tätigkeitsbereiche verwendet worden sind.

08.06.2018 / 13:34 / von: vbu/sda
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Screenshot: TELE TOP

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Auslöser war der Gebäudetechnikverband Suissetec. Suissetec hatte dem EKS vorgeworfen, Adressdaten von Stromkunden für Werbung für Solaranlagen missbraucht zu haben.

Ein besonderer Dorn im Auge war dem Verband dabei die Zusammenarbeit des EKS bei der Installation von Solaranlagen mit einer deutschen Firma. Als bekannt wurde, dass diese nicht über die notwendige Bewilligung verfügen könnte, erstattete Suissetec beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (Esti) Anzeige. Das EKS beendete nach den Vorwürfen die Zusammenarbeit mit der deutschen Firma.

Untersucht wird nun eine mutmassliche Verletzung von Art. 10 des Stromversorgungsgesetzes. Konkret gehe es um den Verdacht auf eine «unzulässige Verwendung von wirtschaftlich sensiblen Informationen aus dem Betrieb der Elektrizitätsnetze», teilte das EKS am Freitag mit. Ausserdem werde die angeblich fehlende buchhalterische Entflechtung der Teilnetzbereiche abgeklärt.

Bereits vorgängig hat der Verwaltungsrat der EKS AG betreffend «Suissetec» eine Untersuchung durch einen unabhängigen, externen Gutachter eingeleitet. Diese läuft noch, wie der Vizepräsident der EKS AG Hannes Germann gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Zu dem laufenden Verfahren wollte er keine Stellung nehmen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung kooperieren vollumfänglich mit dem BFE, wie es in der Mitteilung heisst.

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