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«Dem Museum im Zeughaus wird der Boden unter den Füssen weggezogen»

Ein Teil des ehemaligen Schaffhauser Zeughauses soll abgerissen werden. Der Stadtrat plant das Gelände auf der Breite als grosse Allmend zu nutzen. Dies würde das Ende des darin befindlichen Museums bedeuten.

26.01.2021 / 18:53 / von: aca/mma
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Das Museum im Zeughaus könnte vor dem Aus stehen. (Screenshot: TELE TOP)

Das Museum im Zeughaus könnte vor dem Aus stehen. (Screenshot: TELE TOP)

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Auf der Schaffhauser Breite soll eine grosse Allmend entstehen. Dafür muss unter anderem der vordere Teil des lokalen Zeughauses weichen. Das sieht ein Gestaltungsplan der Stadt vor. Bei den Betreibern des «Museum im Zeughaus» lösen diese Pläne Empörung aus. Sollte das vordere Zeughausgebäude abgerissen werden, würde das Museum viel Büro- und Lagerfläche sowie die Museumsbeiz verlieren. Unter diesen Umständen wäre das Museum vor dem Aus, sagt der Stiftungsratspräsident Martin Huber gegenüber TELE TOP. Weiter ärgert er sich darüber, dass auch für das Hauptgebäude Pläne bestehen, um möglicherweise den Platz des Museums zu beschränken. Mit diesem Vorgehen mache die Stadt viel Freiwilligenarbeit kaputt und nehme den Helfern die Motivation. Dies, obwohl die Stadt dem Stiftungsrat in vorhergehenden Gesprächen zugesichert habe, dass das weitere Bestehen des Museums auch der Stadtregierung wichtig sei.

Die Fortbestehung des Museums im Zeughaus liege der Stadt nach wie vor am Herzen, sagt die Stadtschaffhauser Baureferentin Katrin Bernath gegenüber «Radio Munot». Allerdings müssen bei der Planung der Zukunft der Schaffhauser Breite sehr viele unterschiedliche Interessen beachtet werden. Es sei bei solchen Planungen normal, dass es für alle bisherigen viele Veränderungen und entsprechenden Widerstand gäbe.

Die Planung der Breite ist noch nicht abgeschlossen. Stadt und Museum haben entsprechend weiterhin Zeit für Gespräche. Sollte die Stadt dem Museum aber nicht entgegenkommen, überlegt sich der Stiftungsrat mittels einer Petition Druck aufzubauen.

TELE TOP hat mit Stadträtin Kathrin Bernath und Museumspräsident Martin Huber gesprochen:

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