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«Dem Schaffhauser Wald geht es gut»

Der Orkan Vivian fegte vor rund 30 Jahren über grosse Teile der Schweiz und auch den Schaffhauser Westen rund um Hallau und Schleitheim. Der Schaden war gross. Der Verband der Schaffhauser Waldeigentümer hat am Dienstag zusammen mit dem Kantonsforstamt gezeigt, wie sich der Wald über die letzten drei Jahrzehnte entwickelt hat.

12.10.2021 / 18:51 / von: jis/sbo
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Der Orkan Vivian fegte vor rund 30 Jahren über grosse Teile der Schweiz und auch über das Schaffhauser Waldgebiet. Vor allem der Schaffhauser Westen rund um Hallau und Schleitheim wurde damals sehr in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: TOP-Medien)

Der Orkan Vivian fegte vor rund 30 Jahren über grosse Teile der Schweiz und auch über das Schaffhauser Waldgebiet. Vor allem der Schaffhauser Westen rund um Hallau und Schleitheim wurde damals sehr in Mitleidenschaft gezogen. (Bild: TOP-Medien)

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Wetterextreme wie heftige Stürme und Orkane setzen dem Wald zu und verändern zum Teil grossflächig unsere Waldbilder», sagt der Kantonsforstmeister Urban Brütsch an der Waldbegehung in einem Waldstück in Schleitheim. Mit Spitzengeschwindigkeiten von rund 230 Stundenkilometer fegte vor rund 30 Jahren der Sturm Vivian über die Schweiz. In Schaffhausen wurden Höchstwerte von 104 Stundenkilometer gemessen. Entsprechend wurde der Schaffhauser Wald in Mitleidenschaft gezogen. «Damals sind rund 5'000 Festmeter Wald den Windfallschäden zum Opfer gefallen. Das entspricht etwa einer Jahresnutzung», so Brütsch weiter. Das zerstörte Windfallholz musste wegen des befürchteten Käferbefalls rasch aufgearbeitet werden.

Mit der Naturverjüngung dem Wald nachhaltig helfen

Mit dem Orkan startete auch der Prozess der Waldverjüngung. Die kontinuierliche, nachhaltige Waldverjüngung sorgt dafür, dass alle Altersstufen des Waldes vorhanden sind. So können auch spätere Generationen von den vielfältigen Produkten und Leistungen des Waldes profitieren. «Bei einer Naturverjüngung ist der Ausgang vielmals unsicher, aber ohne grosses Risiko. Das ist kein Widerspruch», sagt der Förster von Beggingen, Merishausen und Schleitheim, Christoph Gasser. Die Förster starten mit der Jungwuchspflege sobald die kleinen Eichen eine höhe von 150 Zentimeter erreichen. Die Eiche eignet sich besonders gut für einen stabilen Wald. Da die Eiche ein Pfahlwurzler ist, leisten sie im Sturm grösseren Wiederstand und knicken nicht sofort um.

«Der Waldzustand heute ist zufriedenstellend»

Nach den vergangenen schwierigen drei Jahren erholt sich der Schaffhauser Wald langsam wieder. Verschiedene Orkanböen setzten dem Wald in der Vergangenheit zu. Hinzu kam der Borkenkäferbefall. Dank der ausreichenden Niederschläge und den eher kühleren Temperaturen in diesem Jahr, konnte sich der Wald erholen. «Dem Schaffhauser Wald geht es gut und der Waldzustand ist zufriedenstellend», freut sich Urban Brütsch. 

Im Beitrag von RADIO TOP erleben sie einen Rundgang durch den aufgeforsteten Schaffhauser Wald:

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Im Beitrag von TELE TOP erklärt der Kantonsforstmeister Urban Brütsch, wie sich der Wald erholt hat:

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