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Die Weltreise eines Handys

Ein Mensch verbraucht in seinem Leben 1000 Tonnen Rohstoffe. Dies entspricht etwa einem Gewicht von 250 ausgewachsenen Elefanten. Unter anderem gehören Kupfer, Eisen und Öl zu diesen Rohstoffen. In einer Sonderausstellung des Museums zu Allerheiligen in Schaffhausen wird der Umgang des Menschen mit Rohstoffen gezeigt.

13.02.2019 / 17:13 / von: eob/rme
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Die Ausstellung zeigt den Umgang des Menschen mit den Rohstoffen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Die Ausstellung zeigt den Umgang des Menschen mit den Rohstoffen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

In der Sonderausstellung sind einige Rohstoffe zu sehen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

In der Sonderausstellung sind einige Rohstoffe zu sehen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Beim Scannen der Produkte zeigt der Bildschirm an, wie viel Erdöl sie verbraucht haben, bis sie im Laden zum Verkauf angeboten wurden. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Beim Scannen der Produkte zeigt der Bildschirm an, wie viel Erdöl sie verbraucht haben, bis sie im Laden zum Verkauf angeboten wurden. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Die Ausstellung zeigt den Umgang des Menschen mit den Rohstoffen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Die Ausstellung zeigt den Umgang des Menschen mit den Rohstoffen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Diese Vitrine zeigt, wie viel graue Energie hinter einem Objekt steckt. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Diese Vitrine zeigt, wie viel graue Energie hinter einem Objekt steckt. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Hier gibt es Inputs für ein nachhaltiges Wohnen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Hier gibt es Inputs für ein nachhaltiges Wohnen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

300 Kilogramm Gold wird aus entsorgten Gegenständen in den Verbrennungsanlagen gewonnen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

300 Kilogramm Gold wird aus entsorgten Gegenständen in den Verbrennungsanlagen gewonnen. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

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Ohne Öl kein Plastik oder Treibstoff, ohne Kupfer kein Strom und ohne Eisen kein Stahl. Dies wird in einer Sonderausstellung von focusTerra der ETH Zürich veranschaulicht. Dabei wird der Umgang des Menschen mit all diesen Rohstoffen ausgestellt. In 42 kleinen weissen Vitrinen sind Informationen zu Rohstoffen zu sehen. Dabei wird gezeigt, wie die Rohstoffe abgebaut, gebraucht und am Schluss wieder entsorgt werden.

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Unter anderem zeigt ein Beispiel einer Gurke den Besuchern auf, wie viel Rohstoffe gebraucht werden, bis eine Gurke zuhause in der Küche landet. Der Kurator der Naturabteilung im Schaffhauser Museum Urs Weibel erklärt: «Die Gurke sei einerseits in einem beheizten Gewächshaus angebaut und mit Dünger auf Erdölbasis gedüngt worden. Nach der Ernte sei die Gurke gekühlt transportiert worden und schlussendlich in Plastik verpackt in der Supermarkttheke gelandet.» Jeder dieser Schritte im Leben einer Gurke verbraucht gesamthaft 1.4 Liter Erdöl.

Aber auch Handys haben eine kleine Weltreise hinter sich, bevor Sie in unsere Hände gelangen. In einem Handy stecken nämlich 30 verschiedene Metalle wie Kobalt, Eisen oder Gold. «Diese Metalle werden zum Beispiel in Chile, Brasilien, Kanada und Südafrika abgebaut», erklärt Urs Weibel. Die einzelnen Komponenten werden in China hergestellt und schlussendlich werden diese in Malaysia zu einem Handy zusammengebaut. «Deshalb sei es wichtig, dass diese Sachen richtig entsorgt werden», sagt Urs Weibel weiter. Denn diese Metalle werden auseinander genommen. «In den Schweizerischen Kehrichtverbrennungsanlangen werden jährlich 300 Kilogramm Gold gewonnen, die im Abfall landen.» Das Ziel sei deshalb, möglichst viel von diesen Rohstoffen herauszunehmen. Diese 300 Kilogramm haben zudem den Wert von fast 13 Millionen.

Die Sonderausstellung im Schaffhauser Allerheiligen Museum will aufzeigen, dass der Gebrauch all dieser Rohstoffe nicht selbstverständlich sein sollte. Da diese Bodenschätze nur begrenzt auf der Welt vorhanden sind.

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