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Ehemaliger Kommandant der Schaffhauser Polizei hat Geld verprasst

Nach dem Abgang des Kommandanten der Schaffhauser Polizei werden die genauen Hintergründe bekannt. Der ehemalige Kommandant Kurt Blöchlinger soll eine Million Franken ohne rechtliche Grundlage ausgegeben haben.

22.08.2019 / 08:53 / von: vsa
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Kurt Blöchlinger hat 1 Million Franken verprasst. (Bild: Screenshot TELE TOP)

Kurt Blöchlinger hat 1 Million Franken verprasst. (Bild: Screenshot TELE TOP)

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Lange waren die Gründe für den Abgang des ehemaligen Kommandanten der Schaffhauser Polizei unbekannt. Nun ist bekannt, weshalb er seinen Posten räumen musste.

Wie die «Schaffhauser AZ» berichtet, zeigt ein Bericht der Finanzkontrolle von Stadt und Kanton Schaffhausen, dass sich die Schaffhauser Polizei unter Leitung von Blöchlinger und Polizeidirektorin Rosmarie Widmer Gysel an der Staatskasse bedient haben soll. Ausserdem soll der Ex-Kommandant sein Geschäftsauto auch privat genutzt haben.

Schon länger gab es Hinweise auf fragwürdige Praktiken der Schaffhauser Polizei aus ihrem Umfeld. Jahrelang betonte die damals zuständige Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel, dass bei der Schaffhauser Polizei alles seine Richtigkeit habe.

Die neuen Erkenntnisse zum Skandal um Blöchlinger nahmen ihren Anfang, als Rosmarie Widmer Gysel per Ende März 2018 von ihrem Amt als Polizei- und Finanzdirektorin zurückgetreten ist. Kommandant Blöchlinger bekam eine neue Vorgesetzte - die ehemalige Bundesrichterin Cornelia Stamm Hurter. Nur ein halbes Jahr später musste Blöchlinger seinen Posten räumen.

Erst wurde über die Gründe für seinen Abgang geschwiegen. Nun ist klar: Blöchlinger hat unter seiner ehemaligen Chefin eine sehr hohe Summe Geld verprasst. Zwischen 2016 und 2018 seien rund eine Million Franken in ein Umbauprojekt und diverse Anschaffungen eingeflossen, ohne dass der Gesamtregierungsrat davon wusste.

Blöchlinger weist die Vorwürfe von sich und schiebt den Ball vor allem seiner ehemaligen Vorgesetzten zu. Alle Entscheidungen seien mit ihr abgesprochen gewesen. Rosmarie Widmer Gysel weist ebenfalls einen Teil der Vorwürfe zurück und betont, dass alle Ausgaben rechtens begründet waren.
Die Finanzkontrolle hatte bereits 2016 eine Kontrolle durchgeführt, bei der die jetzigen Erkenntnisse noch nicht aufgedeckt wurden. Dass Blöchlinger und Widmer Gysel jetzt plötzlich mit diesen Vorwürfen konfrontiert werden, weise bei Widmer Gysel diverse Fragen auf. 

Wie die «Schaffhauser AZ» schreibt, sei es nicht überraschend, dass Blöchlinger und Widmer Gysel jetzt die Finanzkontrolleure angreifen. Denn jetzt seien sie in der Defensive. Und während die Finanzkontrolle früher die ehemalige Regierungsrätin und den früheren Kommandanten entlastet hat, veröffentlicht sie jetzt gleich mehrere Kompetenzüberschreitungen. 

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Schönholzer Raymond
am 25.08.2019 um 14:58
Kriminell auf höchster Ebene