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Eine «Achterbahnfahrt» inmitten des Rheinfalls

Der Rheinfall in Neuhausen wird zu einem Filmprojekt. Dabei soll der Rheinfall in allen vier Jahreszeiten auf sechs Leinwänden präsentiert werden. Damit wird das Filmprojekt zum ersten Filmerlebnis der Schweiz.

05.02.2019 / 17:49 / von: eob
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Eine erste Visualisierung, wie es im Kubus aussehen könnte. (Bild: Devon Miles/vjdevonmiles)

Eine erste Visualisierung, wie es im Kubus aussehen könnte. (Bild: Devon Miles/vjdevonmiles)

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Lange wurde davon geredet und nun führt das Projekt Schritt für Schritt zur Zielgeraden hin. In zwei Wochen wird nämlich mit den Filmarbeiten für «Der Rheinfall in vier Jahreszeiten» begonnen. Dafür werden drei verschiedene Kameras aufgestellt, die während 365 Tagen jede Minute ein Bild schiessen. Zusätzlich werden Aufnahmen von allen Dimensionen gemacht. Das heisst mit Unterwasserkameras, Drohnen und auf einem Boot auf dem Rhein.

Diese Aufnahmen der vier Jahreszeiten werden dann zu einem 20-minütigen Film zusammengeschnitten. Diese sind auf den sechs Leinwänden – also an der Decke, am Boden und an allen vier Wänden- in einem Kubus in einer Halle oberhalb des Rheinfalls zu sehen. Somit wird es ein immersiver Film, bei dem die Besucher laut den Künstlern komplett in die Welt des Rheinfalls eintauchen können.

Wie das Filmprojekt aussehen wird, im Beitrag auf RADIO TOP:

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Wichtig sei, dass die Besucher den Rheinfall erleben, wie der künstlerische Leiter des Films, Reto Troxler, erklärt. «Plötzlich wird es dunkel und man weiss nicht richtig was passiert. Nach zwei oder drei Sekunden kommt am Boden plötzlich das Wasser heraus und steigt auf.» Der Übergang könnte dann eine Drohnenaufnahme aus der Vogelperspektive sein, sagt Reto Troxler weiter. Zudem wäre es möglich, dass der Besucher daraufhin plötzlich von der Vogelperspektive ins Wasser fällt oder auf dem Wasser laufen kann.

Der Kopf hinter dem Filmprojekt ist der Künstler Beat Toniolo. Er hatte die Idee vor zwei Jahren, als er in Leipzig ein anderes Projekt in einer immersiven Art hatte. Da der Rheinfall ihn schon seit 20 Jahren wie ein Magnet fasziniere, wollte er dies mit dieser Technik nach Schaffhausen bringen.

Der Film soll im Frühling nächstes Jahr in der SIG-Halle ausgestellt werden, sofern das Geld für die Halle zusammenkommt. Momentan sind die Projektleiter auf Geldsuche. Finanzieren konnten sie aber schon das Filmprojekt, welches rund 300‘000 Franken kostet. Die Kantone Schaffhausen, Zürich und die Gemeinde Neuhausen am Rheinfall unterstützen das Projekt. Sie hoffen, dass damit mehr Touristen an den Rheinfall gelockt werden. Das Geld für den Bau des Kubus fehlt allerdings noch.

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