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Fall von Fabienne W. spaltet den Schaffhauser Kantonsrat

Die in einem Beitrag der «Rundschau» erhobenen Vorwürfe gegen die Schaffhauser Behörden haben am Montag zu einer langen Debatte im Schaffhauser Kantonsrat geführt. Die Bürgerlichen halten die Vorwürfe mittlerweile für «weitgehend entkräftet».

17.06.2024 / 16:17 / von: jme
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Hier ist zu sehen, wie Fabienne W. verprügelt wird.

Hier ist zu sehen, wie Fabienne W. verprügelt wird.

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Der Schaffhauser Kantonsrat diskutierte am Montag die Antwort des Regierungsrats auf eine von SP, GLP und Grünen eingereichte Interpellation zum Fall von Fabienne W.

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Die Regierung wies die Vorwürfe in ihrer bereits am Freitag veröffentlichten Antwort auf die Interpellation zurück und kritisierten sie als «nicht haltbar». Dieser Sichtweise schlossen sich am Montag mehrere Kantonsräte von FDP und SVP an - und holten teilweise zum Gegenangriff aus. «Gewisse Kreise benutzen das Opfer, um sich zu profilieren», sagte Markus Fehr (SVP).

 

Rednerinnen und Redner der Parteien, die die Interpellation eingereicht hatten, hielten jedoch an der Kritik und ihren Forderungen fest. So forderte Erstunterzeichnerin Linda De Ventura (SP) eine externe Untersuchung der Arbeit der Staatsanwaltschaft - allerdings unabhängig vom Fall von Fabienne W., um die Gewaltentrennung einzuhalten.

Regierungsrat kritisiert «Behörden-Bashing»

Der Regierungsrat kritisierte ein "Behörden-Bashing", welches im Nachgang zum Beitrag der «Rundschau» eingesetzt habe. Die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden sei teilweise unreflektiert niedergemacht worden. Das sei unfair gegenüber den Angestellten bei Polizei und Staatsanwaltschaft, die täglich engagiert ihre Arbeit verrichteten.

Die «Rundschau» hatte in ihrer Sendung vom 22. Mai über eine Prügelattacke auf Fabienne W. in einer Privatwohnung in Schaffhausen berichtet. Polizei und Staatsanwaltschaft hätten den Fall ungenügend untersucht und auf die lange Bank geschoben, lautete der Vorwurf.

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Kopfschüttel
am 22.06.2024 um 17:20
Klar, jetzt geht's um Behördenbashing um vom Thema abzulenken. Eine Behörde wird " bemitleidet"? Verstehe ich nicht....es sind immer noch diejenigen Täter innerhalb einer Behörde, welche ihre Arbeit nicht getan haben! Steht dazu und sagt amen!!!!!
Simon
am 18.06.2024 um 08:01
Das "Behörden-Bashing" passiert hauptsächlich aus einem Grund: weil man sich weigert Fehler einzuräumen. Wer bei dem Fall weiter die Meinung vertritt, es sei alles ordentlich abgelaufen, der schreit danach.Macht ja auch Sinn, denn wen das Vorgehen in diesem Fall als ordentlich angesehen wird, der wirft Fragen auf, was den generell für eine Arbeitspraxis herrscht. Und das wiederum wirft dann ein extrem schlechtes Licht auf die mehrheitlich gute Arbeit die vermutlich geleistet wird.
Wacor
am 18.06.2024 um 00:27
Wenn die Anschuldigungen der Rundschau nur zu 50% zutreffen so ist es eine Katastrophe.Dass sich die schaffhauser Behörden inkl. die Polizei versucht sich schön zureden ist ja nicht verwunderkich aber trotzdem traurig.Fehler können passieren aber dann sollte man auch dazu stehen und das haben diese Behörden offensichtlich noch immer nicht gelernt.Diese Tatsachen die die Rundschau aufgedekt hat sind nun mal gegeben und können nicht einfach als parteipolitisches Gezerre abgetan werden.
Ueli Senn
am 17.06.2024 um 22:34
Typisch für die SVP und FDP. Man streitet einmal mehr alles ab und hat noch die Medien hinter sich. So funktionieren die Regierungen in der Ostschweiz (SH, TG, SG). Nur das dumme Volk merkt noch immer nicht , wie es von den regierenden bürgerlichen Machtmenschen manipuliert wird.