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FC Schaffhausen verpflichtet kurzfristig neuen Cheftrainer

Da Artim Shaqiri, der neue Coach des FC Schaffhausen, noch immer keine Arbeitsbewilligung erhalten hat, muss bis am morgigen Samstag wieder ein neuer Trainer her.

17.09.2021 / 06:32 / von: lju/mma/mho
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Ob Artim Shaqiri je eine Arbeitsbewilligung als FCS-Trainer erhalten wird, ist fraglich. (Screenshot: TELE TOP)

Ob Artim Shaqiri je eine Arbeitsbewilligung als FCS-Trainer erhalten wird, ist fraglich. (Screenshot: TELE TOP)

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Am 1. September wurde Artim Shaqiri als neuer Coach des FC Schaffhausen vorgestellt. Jedoch hat der aus Nordmazedonien stammende Trainer bis heute keine Arbeitsbewilligung erhalten, wie die «Schaffhauser Nachrichten» am Freitag berichten. Nun muss bis zum Cupspiel in Bern am morgigen Samstag ein neuer Trainer her. FCS-Besitzer Roland Klein gab bekannt, dass er eine kurzfristige Lösung präsentieren werde.

Denn ob Shaqiri je eine Arbeitsbewilligung erhalten wird, ist fraglich: Schweizer Trainer sowie Personen aus den EU/EFTA-Ländern haben Vorrang. Dazu kommt, dass der FC Schaffhausen noch immer nicht alle notwendigen Unterlagen beim Arbeitsamt eingereicht hat. Wenn die Unterlagen vollständig beim Arbeitsamt eingegangen sind, würde es noch immer rund einen Monat dauern, bis Artim Shaqiri den FCS trainieren könnte – wenn denn nachgewiesen werden kann, warum nur er die Mannschaft trainieren kann. 

Da bis morgen ein neuer Trainer am Spielfeldrand stehen muss, ist klar, dass Shaqiri seinen Job bereits wieder los ist. Sein Nachfolger wird also ein Schweizer sein, da jemand aus der EU zwar Chancen auf den Job hätte, zuerst aber noch eine Prüfung hinsichtlich der Arbeitsbewilligung durchlaufen müsste, wie die «Schaffhauser Nachrichten» weiter berichten. Wen der FCS morgen als Trainer präsentieren wird, ist jedoch noch offen.

Im Interview mit TELE TOP spricht Thomas Hauser, langjähriger FDP-Kantonsrat und FCS-Fan über das Trainerchaos bei den Munotstädtern:

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Verfahren gegen den FCS eingeleitet 

Ein Schweizer Trainer wird auch für weniger Probleme sorgen, von denen der FCS nebst dem Trainer-Dilemma noch ein weiteres hat: Die Kontroll- und Disziplinarkommission des Schweizerischen Fussballverbandes ist darauf aufmerksam geworden, dass Hakan Yakin, der Bruder des ehemaligen FCS-Trainers Murat Yakin, beim Spiel in Lausanne an der Linie stand. Yakin hat bekanntlich keine Uefa-Pro-Lizenz und durfte deswegen nur zwei Wochen als Interimstrainer amtieren.

Diese Frist lief jedoch am 1. September ab, weswegen er nicht mehr als Haupttrainer fungieren darf. Bei einem Verstoss bestehe die Gefahr von Sanktionen. Da beim Spiel in Lausanne Shaqiri als Trainer angegeben wurde, der allerdings wegen der fehlenden Arbeitsbewilligung nur auf der Tribüne sass, wurde ein Verfahren gegen den FCS eingeleitet.

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