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Finanzhilfe für St.Galler und Schaffhauser Kultur soll weitergeführt werden

Die St.Galler Regierung will die Covid-Finanzhilfen für Kulturschaffende auch im Jahr 2022 weiterführen. Der Kantonsrat wird den Nachtrag zum kantonalen Umsetzungsgesetz in der Februarsession beraten. Auch der Kanton Schaffhausen will die selben Massnahmen umsetzen.

07.01.2022 / 11:25 / von: jgu/sda
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Eintrittskontrolle an der Premiere vom Circus Knie in Rapperswil. Im Kanton St. Gallen sind bis Ende November 2021 weitere 492 Gesuche für Ausfallentschädigungen in der Kultur eingereicht worden. (Symbolbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Eintrittskontrolle an der Premiere vom Circus Knie in Rapperswil. Im Kanton St. Gallen sind bis Ende November 2021 weitere 492 Gesuche für Ausfallentschädigungen in der Kultur eingereicht worden. (Symbolbild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

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Beim Kanton St.Gallen sind 492 Unterstützungsgesuche von Kulturbetrieben und Kunstschaffenden eingegangen, die wegen der Coronakrise zwischen November 2020 und Dezember 2021 Veranstaltungen absagen mussten. Daneben wurden 53 Gesuche für Beiträge an Transformationsprojekte eingereicht.

Die Ausfallentschädigungen haben sich sowohl bei den Kulturschaffenden als auch bei den Kulturunternehmen als wirksame Abfederungsmassnahme erwiesen, wie die St.Galler Staatskanzlei am Freitag schrieb.

Die Beiträge an Transformationsprojekte würden auch im Jahr 2022 ein zentrales Instrument sein, um einen gezielten Strukturwandel in der Kulturbranche anzuschieben und zu fördern.

Die Beteiligung der Kantone an den Unterstützungsmassnahmen soll deshalb fortgeführt und die Massnahmen gleichbleibend gemäss den vom Kantonsrat gesetzten kulturpolitischen Prioritäten beibehalten werden.

Die Unterstützungsmassnahmen von Bund und Kanton sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie auf die Kulturunternehmen mildern, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Freitag. So werden weiterhin nicht-rückzahlbare Finanzhilfen in Form von Ausfallsentschädigungen gewährt

Andererseits werden weiterhin auch Kulturunternehmen unterstützt, die sich an die durch die Coronasituation veränderten Verhältnisse anpassen und sich beispielsweise strukturell neu ausrichten oder neue Publikumssegmente erreichen wollen. Diese Transformationsbeiträge werden neu auch an Dachverbände im Laienbereich ausgeweitet.


Zusätzliche Mittel nötig

National- und Ständerat beschlossen in der Wintersession 2021 eine Verlängerung Corona-Unterstützungsmassnahmen für den Kulturbereich bis Ende 2022. Der Bundesrat verlängerte zudem die Geltungsdauer der Covid-19-Kulturverordnung.

Mit der Fortführung der Beteiligung müssen einige wenige Bestimmungen im kantonalen Gesetz über die Umsetzung der eidgenössischen Covid-19-Gesetzgebung im Kulturbereich angepasst werden.

Die Regierung schätzt den Mittelbedarfin St.Gallen im Sinne eines Kostendachs für die dritte Phase auf insgesamt höchstens 15,4 Millionen Franken. Dieser wäre je zur Hälfte (je 7,7 Millionen Franken) durch den Bund und den Kanton zu finanzieren. Daraus folgt ein Mehrbedarf an kantonalen Mitteln im Umfang von 4,04 Millionen Franken.

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