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Gastrobetriebe bangen bei Teilöffnung um Hilfsgelder

Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat final über seine Lockerungsstrategie. Viele Kantone und Gewerbetreibende fordern, dass im März auch bereits die Gastronomie wiedereröffnet wird. Schaffhauser Gastronomen sind allerdings zurückhaltend.

23.02.2021 / 20:07 / von: mho/sfa
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Nur mit einer grossen Terrasse - wie hier am Rheinfall - lohnt sich ein reiner Aussenbetrieb. (Bild: TELE TOP)

Nur mit einer grossen Terrasse - wie hier am Rheinfall - lohnt sich ein reiner Aussenbetrieb. (Bild: TELE TOP)

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Der Bundesrat hat vergangene Woche seinen Exit-Plan aus dem aktuellen Corona-Shutdown präsentiert. Per 1. März soll es Lockerungen geben, unter anderem für Detailhändler, Museen und Zoos. Nicht inbegriffen sind die Gastronomen: Gemäss dem Plan des Bundesrates müssen sie sich noch bis mindestens im April gedulden. Diese zögerliche Haltung ist allerdings unter Beschuss geraten. Wenn der Bundesrat am Mittwoch final über seine Exit-Strategie entscheidet, ist es daher durchaus denkbar, dass er für die Gastronomen zusätzliche Lockerungen vorsieht.

Für Gastro Schaffhausen stellt sich dabei allerdings die Frage der Rentabilität. Denn sowohl kleine als auch grosse Betriebe stehen bei einer Teilöffnung vor grossen Aufwänden. Nur wenige Schaffhauser Restaurants hätten überhaupt eine genügend grosse Terrasse, damit ein reiner Aussenbetrieb rentabel wäre, sagt Renato Pedroncelli, Präsident von Gastro Schaffhausen.

Und selbst diese Restaurants brauchen Vorlaufzeit für den Lebensmitteleinkauf oder um das Personal aufzubieten. Weiter ist eine auf den Aussenbereich beschränkte Öffnung stark vom Wetter abhängig. Die vielen Betriebe, welche nur eine kleine Terrasse besitzen, stünden zudem vor der Frage, ob sie weiter Anspruch auf Härtefallentschädigungen hätten. Denn als Härtefall gelten Betriebe, welche auf Anordnung der Behörden mindestens 40 Tage geschlossen sind. Diese Bedingung wäre bei einer Teilöffnung eben nur noch teilweise erfüllt.

Für Bars wäre eine Teilöffnung mit den gleichen Fragezeichen und Problemen verbunden, sagt Alexander Bücheli, Präsident der Bar- und Clubkommission Zürich. Er glaubt, dass es besser wäre, noch eine Weile zu warten, um dann richtig öffnen zu können. 

Im Interview mit TELE TOP sprechen Vertreter der Gastrobranche über den Nutzen möglicher Corona-Lockerungen:

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