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Schaffhausen ist die drittgefährlichste Stadt im Land

Die Stadt Schaffhausen schneidet bei der Kriminalstatistik im Vergleich mit anderen Schweizer Städten schlecht ab. Nur in Basel und Lausanne gab es im vergangenen Jahr mehr Gewaltstraftaten pro 1000 Einwohnende.

30.03.2023 / 10:12 / von: amo
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Die Schaffhauser Kriminalstatistik hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der Gewaltstraftaten von mehr als einem Fünftel verzeichnet. (Archivbild: TOP-MEDIEN)

Die Schaffhauser Kriminalstatistik hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der Gewaltstraftaten von mehr als einem Fünftel verzeichnet. (Archivbild: TOP-MEDIEN)

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Die Schaffhauser Kriminalstatistik hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der Gewaltstraftaten von mehr als einem Fünftel verzeichnet. Wie die Schaffhauser Nachrichten schreiben, reiht sich die Stadt Schaffhausen schweizweit in den obersten Rängen ein. Dies entnimmt das Blatt aus den Daten des Bundesamts für Statistik. 

Nummer drei hinter Lausanne und Basel

Pro 1000 Einwohnenden wurden in der Stadt Schaffhausen im vergangenen Jahr über 11 Gewaltstraftaten verübt. In Lausanne beträgt diese Zahl knapp über 12 Gewaltstraftaten und in Basel, dem Spitzenreiter, sogar fast 15 Gewaltstraftaten pro 1000 Einwohnenden. 

In Schaffhausen ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Stellt man die neusten Zahlen dem Jahr 2013 gegenüber, haben sich die Fälle sogar fast verdoppelt. 

Brennpunkt Bahnhof 

Am Bahnhof Schaffhausen wünscht sich die Polizei mehr Unterstützung von der SBB. «Der Bahnhof ist ein sehr unangenehmer Ort und birgt gerade am Abend für Frauen und ältere Menschen ein gewisses Risiko. Die Polizei hat dort sehr viele Einsätze», sagte der Kantonsrat und Präsident des Polizeibeamtenverbands, Patrick Portmann, gegenüber den Schaffhauser Nachrichten. Laut Portmann ist es auf dem Bahnhofareal Aufgabe der SBB, für Sicherheit zu sorgen.

Faustschläge, Ohrfeigen und Fustritte

Zugenommen haben vor allem Tätlichkeiten, wie zum Beispiel Ohrfeigen, Stösse, Faustschläge oder Fusstritte. Die Kriminalstatistik weist für das vergangene Jahr 4,1 solcher Straftaten pro 1000 Einwohner aus. Dies sei ein Höchststand, der in den vergangenen 13 Jahren nie auch nur annähernd erreicht wurde.

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Patricia
am 30.09.2023 um 13:02
Das ich nicht lache. Ich war früher auch des öfteren am Bahnhof und habe darauf gewartet bis meine Freunde Schule aus hatten oder fertig waren mit arbeiten. Schlussendlich haben sie uns alle in ein und dieselbe Schublade gesteckt. Es gab eine riesen Razzia, alle wurden eingepackt und mitgenommen. Alle wurden kontrolliert und namentlich aufgenommen, für alle gab es ein Bahnhofsverbot und durften sich ab da nicht mehr länger als 20 oder 30 Minuten am Bahnhof aufhalten. Es wurde streng kontrolliert und konsequent durchgezogen.Und was wird heutzutage dagegen getan? Ein grosser Mülleimer wird beim Eingang zur Schalterhalle/ Coop Pronto aufgestellt und das Problem regelrecht verlagert statt mal tiefgründiger anzugehen. Ich bin so ungerne am Bahnhof, wenn ich den Bus verpasst habe, schaue ich wie ich mit anderen Bussen, dem Zug oder zu Fuss so schnell wie möglich dort weg komme, egal ob tagsüber oder am Abend. Es ist echt eine Zumutung. Und irgendwie sind allen die Hände gebunden und jeder meint sie können nichts tun und das andere dafür zuständig sind.
Hans-Peter Rohr
am 24.04.2023 um 15:00
Chindergarte isch das am Bhf SH, gföhrlich isch andersch. Mal an Bhf Marseille oder Berlin go luege.
Danijela Schrag
am 05.04.2023 um 07:18
Nein,es liegt daran,das die Polizei noch so viele Platzverweise beim Bhf SH ausprechen kann,oder die Leute die besonders stören,werden auf einen Kaffe mitgenommen...Innert Stunden stehen die wieder mit der Dose in der Hand vor dem Bhf.
Kein Wutbürger
am 04.04.2023 um 18:23
Eine Unterstützung seitens der SBB muss nich zwingend die Transportpolizei oder Securitrans sein. Die Schalterhalle sowie die Verkaufsfilialen mit sehr langen Öffnungszeiten könnten zum Beispiel um eine sinnvolle Zeit geschlossen werden. Ebenfalls ist die Polizei machtlos, solange die SBB nicht Hausverbote gegen einzelne Personen ausspricht, denn solange kein Hausverbot vorliegt, ist die alleinige Anwesenheit einer Person in einem Gebäude der SBB nicht strafbar. Es fehlt auch an diversen sozialen Programmen und Beschäftigungen für Jugendliche, Randständige, Süchtige, Asylbewerber und weitere, die in der Freizeit nichts besseres mit sich anzufangen wissen, als am Bahnhof herumzulungern. Oft wissen die Täter auch genau, wo sich am Bahnhof die Überwachungskameras befinden und welche Bereiche nicht überwacht werden. Aus repressiver Sicht ist es zudem schwierig jemanden zu bestrafen, der ohnehin schon nichts zu verlieren hat. Für Tätlichkeiten und Gewaltdelikte fallen oftmals Geldstrafen an. Wie soll ein mittelloser Randständiger eine Geldstrafe begleichen und was kratzt ihn ein Eintrag im Strafregister mehr oder weniger, wenn er sowieso nie wieder die soziale Leiter hinaufsteigen kann?
Anni
am 01.04.2023 um 09:10
Tja, dafür ist Schaffhausen TOP beim Radar. Das bringt schliesslich auch mehr Geld ein als Verbrecher von der Strasse zu nehmen! Es ist doch so, die meisten Täter sind bekannt, aber die Gesetzgebung und insbesondere gewisse Winkeladvokaten und „milde“ Richter verhindern eine Verbesserung der Situation!
Dr. Shiva
am 31.03.2023 um 18:27
Das Problem dürfte an der unterdotierten Polizei liegen. Denn die SBB und ihre Transportpolizei hat nur beschränkte Befugnisse. Somit ist die Lösung, die Polizei aufzustocken, damit die mehr Präsenz am Bahnhof zeigen kann.
Anonym
am 31.03.2023 um 18:08
Seit wann braucht die Schaffhauser Polizei die SBB? Also in meiner Wohnung müsste ich dann auch zuerst dem Hauswart anrufen bei einer Straftat? Bitte besser geschultes Personal anstellen. Danke! Vor allem wenn es um unsere Steuergelder geht!!!
Urs Kimmelmann
am 31.03.2023 um 15:03
Ja dort sind die Klienten, welche dann ins künftige Soziale Wohnen Summerwies kommen. An einer Projektvorstellung wurden diese vom ehemaligen Stadtrat Simon Stocker als sehr friedlich dargestellt. Dies wird ja bekanntlich auf einer belasteten und überdeckten Deponie gebaut. Gemäss IKL (Interkantonales Labor Schaffhausen) ist die überdeckte Deponie nicht überwachungsbedürftig. Eine Wasserprobe, finanziert durch die Bewohner zeigten aber besorgnisseregende Resultate. Die der Stadt Schaffhausen gehörende Deponie, leitet mit einer Drainage das Wasser direkt in den Hemmentalerbach und versickert auch in der Gewässerschutzzone AU ins Grundwasser. Die Bewohner bekamen grad einen Brief für Kanal TV wo auf die Gesetzliche Grundlage Art. 6 Grundsatz Absatz 1 hinweist. Es ist untersagt, Stoffe, die Wasser verunreinigen können, mittelbar oder unmittelbar in ein Gewässer einzubringen oder sie versickern zu lassen. Gilt das nun für alle, oder nur die Privaten? Aber, keiner interessiert sich anscheinend für die Deponie
Peter Klein
am 31.03.2023 um 05:05
Es ist richtig, der Bahnhof in Schaffhausen ist brandgefährlich, nicht nur in der Nacht. Die Verantwortung aber imm auf andere abzuwälzen bestätigt nur die eigene Unfähigkeit. Denn selbst wenn man sich nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt wird es nicht besser und hier kann man dann auch nicht mit dem Finger auf die SBB zeigen.
HoppSchaffhuuse
am 30.03.2023 um 18:15
Es ist nicht nur in Schaffhausen ein Problem mit der Zunahme der Gewaltdelikte an Bahnhöfen. Die moderne Infrastruktur an mittleren und grossen Bahnhöfen lockt viele Randständige an. Ihnen wird meistens keine Alternative seitens der Behörden angeboten. Die SBB ist sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst, verfügt aber über zu wenig Personal, um adäquate Lösungen durchzusetzen. Zudem sind letztendlich die Kantone zuständig für Ruhe und Ordnung.