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Kranke Bäume im Schaffhauser Stadtwald müssen weg

Der Schaffhauser Wald hat unter den trockenen und heissen Sommern der vergangenen Jahre stark gelitten. Viele Bäume sind geschädigt. Vor allem Fichten, Eschen und Buchen sterben ab und müssen gefällt werden.

11.02.2020 / 11:30 / von: sda/mma/ewe
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Die Bäume im Schaffhauser Wald leiden unter den trockenen Sommern. (Bild: RADIO TOP/Céline Greising)

Die Bäume im Schaffhauser Wald leiden unter den trockenen Sommern. (Bild: RADIO TOP/Céline Greising)

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In den kommenden Tagen werden entlang des Buchthalerwaldes, im Neubrunn, im Felsentäli und im Freudental entlang der Strasse mehrere Bäume entfernt. Dafür müssen Strassen zeitweise gesperrt werden, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

Wenn den Bäumen das notwendige Wasser fehlt, reduzieren sie ihr Kronen- und Wurzelvolumen. Kronenteile mit dicken Ästen oder ganze Bäume sterben deshalb ab. Durch die Schwächung können Schadpilze eindringen und Borkenkäfer befallen die Fichten. Den Bäumen fehlt oft die notwendige Energie, sich gegen die Parasiten zu wehren, wie es in der Mitteilung heisst.

Die kranken oder toten Bäume werden entlang von Strassen in einem Abstand von rund 30 Metern, bei Grillplätzen und Sporteinrichtungen gefällt. Fichten werden auch entfernt, wenn sie weiter weg sind, um die Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern.

Durch das Fällen geschädigter Bäume entsteht Platz für Nachbarbäume und es gelangt wieder mehr Licht auf den Waldboden. Ziel der Waldpflege ist ein artenreicher, stabiler Mischwald mit Bäumen verschiedenen Alters. Wo es möglich ist, werden abgestorbene Bäume als «Biotopbäume» stehen gelassen. Dort finden Insekten, Vögel und Fledermäuse einen Nahrungs- und Wohnplatz.

Wie die Arbeiten im Schaffhauser Wald verlaufen, im Beitrag von RADIO TOP:  

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Im Interview mit TELE TOP erklären die Schaffhauser Förster den schlechten Zustand des Schaffhauser Waldes:

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Die Geschwindigkeit, mit welcher di Bäume absterben, gibt dem Revierförster Peter Eggli besonders zu denken. «Das habe ich in meiner gesamten Karriere noch nie erlebt, dass Bäume innerhalb weniger Wochen ihren Schädlingen erliegen.» Als Ursache für das rasche Ausbreiten nennt Eggli den Klimawandel.

Die Stadt rät den Besucherinnen und Besuchern, den Wald bei stärkerem Wind zu meiden und Absperrungen sowie Anordnungen des Forstpersonals strikt zu beachten.

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