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Luchs im Revier Stein am Rhein entdeckt

Im Jagdrevier Stein am Rhein gibt es einen Luchs. Dies teilt der Kanton Schaffhausen am Mittwoch mit. Eine Fotofalle lieferte den Beweis.

16.12.2020 / 11:29 / von: mma
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Der Luchs konnte mit Hilfe von Fotofallen nachgewiesen werden. (Bild: Kanton Schaffhausen)

Der Luchs konnte mit Hilfe von Fotofallen nachgewiesen werden. (Bild: Kanton Schaffhausen)

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Im Kanton Schaffhausen streift ein Luchs durch die Wälder. Im Verlauf des Jahres 2020 wurde dem Ressort Jagd- und Fischerei die Sichtung eines Luchses gemeldet. Zum ersten Mal wurde der Luchs am 5. Mai 2020 im Revier Hemishofen bestätigt. Danach kam es zu mehreren Rissen an Rehwild über das ganze Jahr im Revier Stein am Rhein mit zum Teil atypischem Rissbild, das einen Luchs vermuten liess, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Schaffhausen vom Mittwoch. Letzen Freitag, 11. Dezember 2020, konnte der Luchs mit einer neben einem gerissenen Reh angebrachten Fotofalle nun bestätigt werden. Anhand der Fotos konnte der Luchs unter Beizug der Stiftung für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA) identifiziert werden. Es handelt sich um den Luchs «B723».

Er wurde im Frühling 2019 im Gebiet Bauma ZH/Mosnang SG/Fischingen TG geboren und hat zwei Geschwister. Der Stammbaum dieses Luchses könne dank des Fotofallenmonitorings und der opportunistischen Bestimmung von Luchsbildern bis zur Wiederansiedlung der Luchse in der Nordostschweiz zurückverfolgt werden. «B723» ist die 5. Generation im Stammbaum des Gründerweibchens (ALMA), welches im Jahr 2008 vom Solothurner Jura in die Nordostschweiz umgesiedelt wurde.

Luchse seien gemäss der Mitteilung sehr scheue Raubtiere und meiden die Menschen. Nur schon der Laut der menschlichen Stimme lässt sie das Weite suchen. Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung und den Waldkindergarten. Hundehalter sind gebeten, auch ausserhalb der Setz- und Brutzeit, vom 15. April bis 30. Juni, ihre Hunde im Wald und Waldesnähe bei Fuss zu halten.

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