Pull down to refresh...
zurück

Neuhausen hat die Nase gestrichen voll

Die Kehricht- und Biogasanlage KBA Hard verbreitet seit Monaten unangenehme Gerüche. Im Sommer ist den Einwohnern eine schnelle Besserung versprochen worden – doch es stinkt weiter.

09.11.2018 / 12:03 / von: sfa
Seite drucken Kommentare
0
Die KBA Hard sorgt seit dem Sommer für Unmut bei den Bewohnern von Neuhausen am Rheinfall. (Screenshot: TELE TOP)

Die KBA Hard sorgt seit dem Sommer für Unmut bei den Bewohnern von Neuhausen am Rheinfall. (Screenshot: TELE TOP)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Ein unangenehmer Geruch nach Fäkalien und faulen Eiern: So beschreiben Anwohner aus Neuhausen am Rheinfall und Beringen die Ausdünstungen der KBA Hard. Im Sommer war es besonders schlimm – damals haben die Betreiber Sofortmassnahmen angekündigt. Trotzdem stinkt es in den betroffenen Regionen weiter, wie etwa der Neuhauser Gemeindepräsident Stephan Rawyler sagt: «Ich wohne selber in einem betroffenen Gebiet. Ich stelle immer wieder fest, dass es stinkt, und zwar grässlich. Das ist nicht von den Temperaturen abhängig, das heisst auch jetzt, in der kühleren Jahreszeit, ist der Gestank noch da.»

RADIO TOP Beitrag zum anhaltenden Gestank in Neuhausen:

audio


Der Gestank kommt vom Klärschlamm, dem Endprodukt aus der Kläranlage. Es seien zwar tatsächlich Sofortmassnahmen getroffen worden, um die Geruchsemmissionen zu reduzieren, sagt Roman Fendt vom interkantonalen Labor, welches die Luftqualität in Neuhausen überwacht: «Die KBA Hard hat die Klärschlammtrocknung natürlich nicht vollständig abschalten können. Unsere Vereinbarung ist aber, dass in der Zeit, wo die meisten Leute zu Hause sind, also über Nacht und am Wochenende, die Klärschlammtrocknung pausiert wird.»

Dabei handle es sich aber nur um eine Zwischenlösung, bis eine langfristige technische Lösung gefunden ist. Es gibt zum Beispiel Filteranlagen, welche die Gerüche erst gar nicht in die Umgebung entweichen lassen, so Roman Fendt weiter: «Die technische Lösung wird – so der Plan – über den Winter installiert. Das braucht ein bisschen Zeit. Unser grosses Ziel ist es, dass wir so einen Sommer nie mehr erleben müssen.»

Dazu steht jetzt der Kläranlagenverband in der Pflicht, welcher die KBA Hard betreibt. Die Verantwortlichen müssen sich für eine der möglichen Lösungen entscheiden, das Budget dafür frei machen und die neue Anlage in Betrieb nehmen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare