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Pflegepersonal erhebt Vorwürfe gegen Spitäler Schaffhausen

Das Pflegepersonal im Kantonsspital Schaffhausen sei so stark überlastet, dass Patienten nicht richtig behandelt werden können. Das sagen Mitarbeitende gegenüber TELE TOP. Fehler in der Behandlung seien die Folge. Das Spital will sich dazu nicht äussern.

13.06.2019 / 17:00 / von: mle
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Fehler bei der Medikamentenabgabe, mangelnde Hygiene - zwei Mitarbeitende schildern eine ganze Reihe an Missständen im Kantonsspital Schaffhausen. (Screenshot: TELE TOP)

Fehler bei der Medikamentenabgabe, mangelnde Hygiene - zwei Mitarbeitende schildern eine ganze Reihe an Missständen im Kantonsspital Schaffhausen. (Screenshot: TELE TOP)

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Fehler bei der Medikamentenabgabe, mangelnde Hygiene - zwei Mitarbeitende schildern eine ganze Reihe an Missständen im Kantonsspital Schaffhausen. Das Pflegepersonal sei regelmässig so stark überlastet, dass Fehler passieren. Ausserdem werde das Personal aufgefordert, Abstriche bei der Patienten-Hygiene zu machen um Zeit zu sparen. Aus Angst um ihren Arbeitsplatz wollen die beiden Mitarbeitenden anonym bleiben.

RADIO TOP mit einer Übersicht über die Vorwürfe:

audio

Die konkreten Vorwürfe der Mitarbeitenden, im Beitrag von TELE TOP:

video

Patrick Portmann vom VPOD Schaffhausen kennt die Situation: «Regelmässig melden sich Angestellte aus der Pflege bei uns, weil sie ihre Arbeitssituation nicht mehr ertragen können.» Für die Mitarbeitenden sei es schwierig, sich zu wehren, schliesslich stehe ihre Arbeitsstelle auf dem Spiel.

Die Spitäler Schaffhausen nehmen zu den konkreten Vorwürfen keine Stellung. Sie teilen mit, dass sowohl Mitarbeitende als auch Patienten/-innen die Möglichkeit hätten, den Verantwortlichen der Spitäler Schaffhausen Kritik und Beschwerden auf verschiedenen zur Verfügung stehenden Kanälen zu melden – wenn gewünscht, auch in anonymer Form. Das Spital nehme jede Meldung ernst und stehe den Betroffenen für einen Austausch zur Verfügung.

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Lisa
am 14.07.2019 um 13:26
Schwer nachvollziehbare Vorwürfe. In jeglichem Spital passieren Fehler und Personal steht vor herausfordernden Situationen. Als ehemalige, jedoch langjährige Mitarbeiterin, kann ich nur den Kopf schütteln über dieses Vorgehen. Wer solche Loyalitätsprobleme aufweist, sollte dringend den Arbeitgeber wechseln. Es gibt ein zahlreiches Angebot für Pflegepersonal. Die Angst vor Arbeitslosigkeit kann somit nicht die Motivation des Bleibens sein. Die geschilderten Situationen wurden unprofessionell und destruktiv wiedergegeben. Das spricht nicht für den Berufsethos dieser Personen. Jeder Mensch sollte in der Lage sein, die Situation auch aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Schwarzmalerei kann nicht ernst genommen werden. Mir selbst bleiben die Spitäler Schaffhausen als wertschätzender und vorbildlicher Arbeitgeber in Erinnerung. Personalnöte wurden Ernst genommen, Probleme konnten jederzeit besprochen werden und Engagement für Mitarbeitende wird groß geschrieben. Die Qualität in der Betreuung von Patienten zeigte sich groß. Gegen alle Eventualitäten ist kein Arbeitgeber gewappnet. Personalausfälle, zeitintensive Patientensituationen und Ähnliches lassen sich nunmal nicht planen. Insbesondere nicht in einem Akutspital. Es bleibt zu Wünschen, dass diese Herrschaften nicht allzu viel Gehör finden - sondern erst dann, wenn sie den Weg des Konstruktiven und Direktem wählen. Falls Unruhe das Ziel dieser Aktion war - ist das mit Sicherheit gelungen. Alles andere ist sehr zweifelhaft.
lucy
am 20.06.2019 um 23:36
Es ist jeden selbst überlassen wo er arbeiten will.Keiner ist gezwungen bei SSH zu arbeiten.Es gibt 's mehrere Möglichkeiten sich intern zu beschweren...und wenn schon zur Presse gehen dann es auch offen zu sagen und dazu stehen und nich in dunkeln sitzen ....Ich finde es Schade das die menschen immer nur das schlechte kommentieren aber das was mir jeden Tag in SSH leisten nicht erwähnen .Geht in unsere nachbarn Länder dann seht ihr wie schön wir es da haben
Mario Ferrario
am 19.06.2019 um 15:07
Ich bestätigte den Pfusch der Ärzte im Spital Schaffhausen! Meine Lebenspartnerin hatte am 18.12.2018 einen schweren Unfall Zuhause und ging in das Kantonsspital Schaffhausen!Dort sagten Ihr die Ärzte, dass Sie nur eine Verstauchung hat und meine Lebenspartnerin wurde wieder nach Hause geschickt! In Wirklichkeit hat meine Lebenspartnerin einen schweren Bruch am Schienbein Kopf und erhebliche andere Verletzungen am Rücken!Und übrigens ist letztes Jahr ein Mensch aus dem Spitalzimmer auf den Boden geflogen. Warscheinlich Suizid. Warscheinlich wurde das auch unter den Teppich gekehrt!Schade Schaffhausen ist eine Super Stadt und dort Leben sehr gute Menschen!Schickt die Verantwortlichen in die Wüste. Grüße ein Bürger aus Schaffhausen
m. prezgaj
am 18.06.2019 um 19:34
Die müssen sich auch hier nicht äussern. Ich selbst kann dazu sagen, mir wurden bei meinem Aufenhalt 18 auch teils nicht meine gängigen Medis alle gegeben. Musste darauf aufmerksam machen‼️ Auch die Physio kam und ging, berechnet wurde aber 1ne stunde????.Und am Schluss hat man mich mit dem Rollstuhl runter gefahren, umd „ez sieh wie du selbst klarkommst“. In den USA wäre ich jetzt Millionärin, nach der Klage.Noch vieles mehr lief schief, aber eben.....
Melanie
am 15.06.2019 um 11:08
Der Bericht weist wohl besser darauf hin wie die Spitäler SH mit kritischen Mitarbeitern umgehen: unmenschlich! Wer den Mund aufmacht, kann sein Zeug packen. Musst das selbst erfahren und 2 gut qualifizierte (Führung und Qualität) andere (Deutsche) ebenso. Es sollte hier nicht auf die hygienischen Mängel fokussiert werden, sondern darauf wie viel Angst Personal hat sich zu äußeren - intern kein offener Umgang,also Medien involvieren.
Sergio
am 14.06.2019 um 17:39
Leider musste auch ich dieses Spital besuchen. Ich habe, ob der hygienischen Zustände schockiert, Fotos gemacht. Mein Zimmer hätte aus spitalhygienischer, baulicher Sicht sofort geschlossen werden müssen. Ich verlangte eine Verlegung, die mir nicht gewährt werden wollte, weil angeblich kein Zimmer zur verfügung stehe. Erst als ich glaubhaft versicherte, mein Bett eigenhändig auf den Gang zu schieben und dort zu übernachten, fand sich innert 5 Minuten ein freies Zimmer. Mit Druck auf den Arzt konnte ich ohne Haftungsverzichterklärung am nächsten Tag diese unwirtliche, für mich gefährliche Stätte verlassen.
AndreasR.
am 14.06.2019 um 16:20
Guten Tag,meines Zeichens bin ich noch für kurze Zeit temporärer Mitarbeiter in den Spitälern Schaffhausen und stehe häufig im Kontakt mit den Pflegepersonal.Von meinem kleinen Einblick wirken die Abteilungen sowie die Leitung recht aufgeschlossen und reflektiert. Es fällt schwer mir es sich Vorzustellen das Clienten eine schlechte Behandlung erfahren aufgrund von überfordertem Personal.Auch Tools zur anonymisierten Meldung von Vorfällen wie oben besprochen sind vorhanden.Mich dünkt es ein wenig zu Unrecht das das SSH auf Google und hier in den Kommentaren einen so schlechten Ruf geniesst.
Tabea
am 14.06.2019 um 15:02
Spital nennt man das? Wohl eher Metzgerei...daher freie Spitalwahl lohnt sich zu versichern.
Sabrina
am 14.06.2019 um 07:53
... selber leider schon Patient gewesen in dem Krankenhaus und kenne einige die diese und mehr Vorwürfe bestätigen könnten, das Personal ist top aber zu wenige und die Hygiene ist sehr fraglich !