Pull down to refresh...
zurück

Schaffhausen prüft Zusammenlegung von KV und BBZ

Der Schaffhauser Kantonsrat will prüfen, ob die Berufsfachschule für Kaufmännische Berufe und Berufe des Detailhandels in das Berufsbildungszentrum des Kantons (BBZ) integriert werden soll. Der Kantonsrat hat am Montag einen entsprechenden Vorstoss mit 36 zu 18 Stimmen überwiesen.

18.03.2019 / 11:33 / von: eob/sda
Seite drucken Kommentare
0
Im BBZ soll die Berufsfachschule für Kaufmännische Berufe und Berufe des Detailhandels integriert werden. (Screenshot: GoogleMaps)

Im BBZ soll die Berufsfachschule für Kaufmännische Berufe und Berufe des Detailhandels integriert werden. (Screenshot: GoogleMaps)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Wenn der Rektor des BBZ und die Rektorin der Berufsfachschule für kaufmännische Berufe und Berufe des Detailhandels voraussichtlich auf Frühjahr 2020 in den Ruhestand gehen, solle der Umstand genutzt werde, die Strukturen anzupassen, argumentierte Markus Müller (SVP). Eine gemeinsame Führung mache Sinn.

Da es sich um eine berufliche Grundausbildung handle, dränge es sich auf, dass diese vom Kanton durchgeführt und vom BBZ übernommen werde. Bisher ist diese mit einem Leistungsauftrag an den Kaufmännischen Verein delegiert und wird mit einer Schülerpauschale entschädigt.

Müller verspricht sich von einer Zusammenlegung eine deutliche Ersparnis von über 1 Million Franken etwa durch die Reduktion auf ein Rektorat, eine Schulleitung und eine Prüfungskommission. Er hatte seine Motion in der vergangenen Sitzung in ein Postulat umgewandelt. Doch auch dieses stiess im Kantonsrat auf viel Kritik.

So konnte etwa Raphaël Rohner (FDP) Einsparungen von über 1 Millionen Franken nicht nachvollziehen. Für den Kanton würde eine Zusammenlegung sogar erheblich teurer, sagte er. Ein funktionierendes System sollte nicht ohne Not geändert werden, sagte Rainer Schmidig (EVP). Zudem seien grosse Einheiten schwerfälliger.

Roland Müller (AL-/Grüne-Fraktion) sagte, es seien weit und breit keine Synergien in Sicht. Marcel Montanari (Jungfreisinnige) warnte davor, bei der Qualität Abstriche zu machen. Eine Prüfung koste nur unnötige Ressourcen, daher solle das Postulat abgelehnt werden. Auch René Schmidt (GLP) erwartet keine Synergien und Urs Capaul (Grüne) hielt ebenfalls nichts von dem Vorstoss.

Für die Erteilung eines Prüfungsauftrags durch ein Postulat machte sich Walter Hotz (SVP) stark. Auch Erziehungsdirektor Christian Amsler (FDP) sagte, die Regierung sei bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Eine Prüfung sei sinnvoll, eine Motion dagegen lehnte die Regierung ab.

Unterstützung kam von Katrin Huber (SP). Sie begrüsste die Umwandlung in ein Postulat. Dann müsse die Regierung Zahlen auf den Tisch legen und man könne sehen, welche Synergien es gebe und dann entscheiden. Der Prüfungsauftrag solle allerdings extern vergeben werden.

Für Linda De Ventura (AL) ist Bildung Sache des Staates und nicht von Privaten. Für eine definitive Meinungsbildung brauche es mehr Informationen. Daher sprach auch sie sich für den Vorstoss aus.

Die Mehrheit des Kantonsrats folgte dieser Argumentation und überwies das Postulat. Ob der Regierungsrat einen externen Prüfungsauftrag vergibt, liess Amsler offen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare